Nepal 2 Jahre nach dem Erdbeeben
2. Mai 2017 | Nepal

2 Jahre nach dem Erdbeben in Nepal - Wiederaufbau

Von der Nothilfe zum Wiederaufbau und langfristiger Unterstützung

Am 25. April 2015 hat ein Erdbeben der Stärke 7,8 Nepal erschüttert: Über 8.700 Tote, 22.000 Verletzte und Hunderttausende Menschen, die alles verloren hatten, waren die Folge. Dazu kamen schwere Schäden an Gebäuden: In einigen besonders betroffenen Gebieten waren 90 Prozent aller Gebäude zerstört, darunter viele Schulen und wertvolle historische Stätten.

 

SOS-Kinderdorf startete rasche Nothilfe und schuf spezielle Schutzzonen für Kinder

Dank der stabilen Bauweise gab es in den SOS-Kinderdörfern keine größeren Schäden, sodass von dort aus sofort Nothilfeaktivitäten gestartet werden konnten: Es wurden zusätzlich Kinder aufgenommen, Zelte aufgestellt und Nothilfecamps eingerichtet, wo zehntausende Menschen mit Nahrung, Wasser, Kleidung und anderen Gütern versorgt und medizinisch betreut wurden. Parallel dazu wurden 25 Kinderschutzzonen ("child friendly spaces") errichtet, in denen bis zu 2.000 Kinder tagsüber betreut wurden, als Entlastung für die Eltern, damit diese sich ganz dem Wiederaufbau ihrer Häuser und Existenzen widmen konnten. Insgesamt hat die Nothilfe von SOS-Kinderdorf mehr als 27.000 Menschen erreicht.



 

Hilfe aus Österreich für zwei neue Schulen und neue Häuser für rund 300 Familien

Dank der Spendenbereitschaft vieler österreichischer SOS-Kinderdorf-Freunde, Förderer und Partner kann SOS-Kinderdorf Österreich die Erdbebenhilfe von SOS-Kinderdorf in Nepal mit 1 Million Euro unterstützen. Damit wurde ein Teil der laufenden Nothilfemaßnahmen finanziert und aktuell der Wiederaufbau zweier zerstörter Schulen für je 400 und 650 Schüler sowie neuer Häuser für 288 Familien ermöglicht.



 

Nach der raschen Nothilfe braucht es langfristige Hilfs- und Wiederaufbauprogramme

Nun gilt es den Schwerpunkt von der Nothilfe auf dauerhafte Programme auszuweiten. So erhielten allein heuer im März 737 Familien "Hilfe zur Selbsthilfe", um durch Gemüseanbau, kleine Landwirtschaften mit ein paar Kühen, Ziegen oder Geflügel bzw. als Näherei, Tischlerei oder kleiner Verkaufsladen sich künftig wieder selbst den Lebensunterhalt für die Familie zu verdienen. Dank der Spenden vieler SOS-Kindedorf-Freunde in ganz Europa kann SOS-Kinderdorf Nepal neben den laufenden Hilfsprogrammen auch mehrere größere Projekte planen und umsetzen: den Wiederaufbau von 12 zerstörten Schulen und Neubau von mehr als 300 Häusern, was zehntausenden Schülern auf lange Sicht Zugang zur Bildung und hunderten Familien neue Perspektiven und Existenzgrundlage sichert.

 

Nepal ist ein Schwerpunktland der Auslandshilfe von SOS-Kinderdorf Österreich

Die drei jüngsten der insgesamt zehn SOS-Kinderdörfer (Dhanghadi, Lumbini, Bharatpur) wurden mit Spenden aus Österreich erbaut und auch deren Unterhalt und laufenden Kosten von SOS-Kinderdorf Österreich getragen. Unmittelbar nach dem Beben hat SOS-Kinderdorf die Menschen in Österreich um Hilfe gebeten und über 1 Mio. Euro an Spenden bekommen, die einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung der raschen Nothilfe leisteten, aber auch langfristige Hilfs- und Wiederaufbauprogramme absichern.
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