Mosambik – 30.04.19

Nach dem Sturm ist vor dem Sturm

700 Haushalte werden nach dem Zyklon vor 6 Wochen mit dem Allernotwendigsten versorgt; die erste Kinderschutz-Zone wurde geöffnet. Am Donnerstagabend fegte schon wieder ein Wirbelsturm über das arg zerrüttete Land, die SOS-Kinderdörfer blieben diesmal unbeschädigt.

Sechs Wochen, nachdem der Zyklon Idai in Mosambik eine Spur der Verwüstung hinterlassen hat, erfreut sich die erste Kinderschutz-Zone regen Zulaufs. Dank der Unterstützung der Spenderinnen und Spender konnten wir ein Nothilfeprogramm starten und im ersten Schritt 4.200 Kinder und 1.100 Erwachsene mit dem Allernotwendigsten versorgen.

 

Die SOS-Nothilfe unterstützt rund 700 Haushalte mit dem Allernotwendigsten. Der erste Child-Friendly-Space öffnete im SOS-Kinderdorf Beira seine Pforten.

 

Child-Friendly-Space - Kinderschutz-Zone in Beira

Als weiteren Schritt haben wir im SOS-Kinderdorf-Beira den ehemaligen Kindergarten als Child-Friendly-Space (Kinderschutz-Zone) adaptiert. Dort erhalten Kinder Bildungs- und Freizeitaktivitäten sowie psychologische Begleitung, Hygiene- und Stillberatung für Mütter als auch Gewaltprävention. Es gibt auch spezielle Unterstützung für von Missbrauch Betroffene. "Kinder, die in Notunterkünften leben, laufen besonders große Gefahr, krank zu werden oder Opfer von Missbrauch zu werden“, sagt Simiao Mahumana, Nationaldirektor von SOS-Kinderdorf Mosambik.

 



Derzeit besuchen über 50 Kinder täglich den Child-Friendly-Space in Beira. Und die Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen ist hoch. Die Idee hinter den Kinderschutz-Zonen ist einfach und effektiv: Kinder sind tagsüber nicht sich selbst überlassen, sondern haben einen strukturierten Tag mit Bildungs- und Freizeitaktivitäten. So laufen sie nicht Gefahr, verschleppt oder missbraucht zu werden. Sie bekommen emotionalen Halt und Gesundheitsversorgung.


Dank der SOS-Kinderschutz-Zonen sind die Kinder sicher und gut betreut, können wieder ihre Kindheit genießen, während ihre Familien ihr Leben wieder aufnehmen. So unterstützen wir die von der Katastrophe betroffenen Menschen beim Wiederaufbau.

Simiao Mahumana
Direktor SOS-Kinderdorf Mosambik

 

Vorkehrungen für Wirbelsturm Kenneth

Der tropische Wirbelsturm Idai traf Mosambik in der Nacht vom 14. auf den 15. März in der Nähe der Küstenstadt Beira. Dabei wurden mehr als 600 Menschen getötet und geschätzte 240.000 Häuser beschädigt oder zerstört. Doch schon am 25. April mussten die notleidenden Menschen vor der nächsten Naturkatastrophe zittern. Der Wirbelsturm Kenneth fegte nördlich von Mosambik über das Land. SOS-Kinderdorf Mosambik hatte Vorkehrungen getroffen: "Wir haben sichere Gebiete identifiziert und zusätzliche Vorräte in unserem SOS-Kinderdorf in Pemba eingelagert."

Mosambik ist regelmäßig von Wirbelstürmen betroffen. So verursachte der tropische Wirbelsturm Dineo Mitte Februar 2017 weitreichende Schäden in der Küstenstadt Inhambane. Mehrere Häuser im SOS-Kinderdorf Inhambane wurden beschädigt, aber alle 124 Kinder und die 15 Mitarbeiter blieben unverletzt.

Jetzt spenden!

Ein sicherer Schlafplatz! Mit unserer Aktion "Jetzt Kindheit retten" unterstützen wir auch die weltweiten Familiestärkungsprogramme und die Child-Friendly-Spaces in Mosambik, aber auch in Syrien, Irak oder Bangladesch. Weitere 25.000 Kinder möchten wir in unserem Jubiläumsjahr damit unterstützen.

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