Mitreden – 20. November 2018

Erstes Wiener Kinder- und Jugendparlament

Demokratie lernt man am besten, in dem man sie lebt. Mit HaussprecherInnen, einem Kinderparlament und anderen Konzepten werden Kinder und Jugendliche, die bei SOS-Kinderdorf aufwachsen, an Entscheidungen beteiligt und regelmäßig miteinbezogen. 

Zum Tag der Kinderrechte, der weltweit am 20. November an die Einhaltung UN-Kinderrechtskonvention erinnert, veranstaltete SOS-Kinderdorf nun das erste Wiener Kinder- und Jugendparlament. Alle Kinder und Jugendlichen, die bei SOS-Kinderdorf in Wien leben, wurden eingeladen, im Büro von SOS-Kinderdorf mitzudiskutieren. 

So wurde es am 19. November bunt in den Büro-Räumlichkeiten, als 20 aufgeweckte Kinder und Jugendliche voller Vorfreude eintrudelten. Elf Mädchen und neun Burschen im Alter zwischen neun und 18 Jahren waren der Einladung gefolgt und wollten die Gelegenheit nutzen, mitzureden.

Nach einer kleinen Besichtigungstour begann das Programm mit einer Parlamentarischen Fragestunde. Die kleinen ParlamentarierInnen konnten ihre beiden SOS-Kinderdorf-Leiter alles fragen, was sie schon immer interessiert hatte.

Wer bestimmt zum Beispiel, wieviel Taschengeld ausgezahlt wird? Welche Kriterien muss man erfüllen, um von einer SOS-Kinderdorf-Familie oder einer Wohngruppe in die selbständigere Form des Betreuten Wohnens zu wechseln? Welche Aufgaben hat eigentlich ein Kinderdorfleiter? Und warum dürfen in der WG keine Tiere wohnen?

Die Kinderdorfleiter Erwin Roßmann (Wien) und Dieter Schrattenholzer (Wien West) nahmen die Fragen sehr ernst, erklärten die Hintergründe für bestehende Regeln und bekamen durch die offenen Worte der Kinder und Jugendlichen auch so manche Anregung.

Nach der Fragestunde teilten sich die ParlamentarierInnen in Anlehnung an Ausschuss-Sitzungen auf und besprachen in Gruppendiskussionen je ein Thema, das ihnen besonders am Herzen lag. Wieder zurück im Plenum wurden die Ergebnisse miteinander geteilt und die weitere Vorgehensweise festgelegt. Die Kinderdorfleiter nahmen die Themen auf und werden sie in der nächsten Team-Sitzung auf die Agenda setzen. Bereits Mitte Dezember bekommen die Kinder und Jugendlichen dann ein Update zu den offenen Punkten. Wie es sich gehört, wurde das auch im Protokoll festgehalten.

"Schon cool, dass sie mal alles beantworten," resümiert ein 12-Jähriger und stürzt sich gemeinsam mit den anderen auf die Pizza, die nun wartet. Denn Mitreden und Teilhaben macht hungrig.

Kinderrechte

Kinder und Jugendliche haben besondere Rechte. Kinderrechte anerkennen und schützen, ist unser Auftrag. Lesen Sie, wo und wie wir uns für Kinderrechte engagieren.

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