Integration – 2. Oktober 2017

Langer Tag der Flucht: Gemütliches Beisammensein

Am Freitag, 29. September 2017, haben fünf Angebote der SOS-Kinderdörfer zu Austausch und Begegnung eingeladen.

In Hinterbrühl/Niederösterreich feierten afghanische und syrische Familien gemeinsam mit dem SOS-Kinderdorf und dem Verein HILFmit ein Fest ins Parkplatzl in Hinterbrühl. Auf dem Programm standen gemeinsam afghanisches Brot backen, Henna-Hände malen, afghanische und syrische Spiele und Namen in Farsi und Arabisch malen. Für ein wahres Festessen sorgten die Flüchtlingsfamilien mit einem selbstgemachtes Buffet aus afghanischen, syrischen und österreichischen Köstlichkeiten.
 
Die Frauen aus Afghanistan und Syrien haben für das Fest köstliche Speisen zubereitet.

Seit dem Herbst 2015 haben sich in Hinterbrühl die Vereine HILFmit und SOS-Kinderdorf gemeinsam mit der Gemeinde und Pfarre engagiert, um Quartiere für Flüchtlinge zu schaffen, Menschen auf der Flucht bei ihrem Start in Österreich zu unterstützen und sie in das Leben in der Gemeinde zu integrieren. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit und viele neue Kontakte und Freundschaften wurden gemeinsam mit Gästen gefeiert.
 


​"Mit diesem Fest möchten wird, die ersten Schritte in die gelungene Integration dieser Menschen in der Gemeinde Hinterbrühl feiern"

Judith Heissenberger, SOS-Kinderdorf

"Mit diesem Fest möchten wird, die ersten Schritte in die gelungene Integration dieser Menschen in der Gemeinde Hinterbrühl feiern", sagt Judith Heissenberger, SOS-Kinderdorf. "Und vor allem möchten wir uns damit auch bei den vielen Freiwilligen bedanken, die in den vergangenen zwei Jahren über 2000 Stunden Deutschunterricht gegeben haben."
 
Bürgermeister Mag. Erich Moser (Bildmitte) mit Vertreterinnen der Pfarre, der Gemeine, von SOS-Kinderdorf, sowie eine freiwillige Deutschlehrerin.


In Dölsach/Osttirol haben Jugendliche und Betreuer der WG mit großem Engagement kulinarische Köstlichkeiten wie Persischen Reis, Abgusht oder Orientalischen Pudding zubereitet. Ein Zeichen des Dankes an alle engagierten Helfer die den Jugendlichen und Betreuern immer wieder unterstützend zur Seite stehen. Seien es Lehrkräfte, Fußballtrainer, freiwillige Helfer, Nachbarn oder die Vermieter des Hauses. Im gemütlichen Beisammensein fand ein reger Austausch statt, untermalt von musikalischen Klängen, die die Jugendlichen mit großer Begeisterung aus ihren Handys zauberten.

Im kleinen aber feinen Rahmen fand am Abend im Tirolerhof in Dölsach die Lesung von Elisabeth Steiner aus ihrem Buch "Fremdenzimmer" statt. Die ehemalige Standard-Journalistin betreibt selbst eine Flüchtlingsunterkunft in Kärnten und hat ihre positiven wie auch schwierigen Erfahrungen in Buchform festgehalten. In vielen der geschilderten Begebenheiten fanden die ebenfalls anwesenden Pädagogen der umF-WG ihre eigenen Erlebnisse wieder. Die Einladung von Frau Steiner zu einem gemeinsamen Treffen in Kärnten wurde gerne angenommen. Ganz im Sinne von: "Beim Essen kommen die Leute zusammen."

Im Rahmen der österreichweiten Initiative zum Thema Flucht und Asyl fanden an diesem Tag zahlreiche Veranstaltungen unter der Schirmherrschaft des UN-Flüchtlingshochkommissariats statt.
 

Weiterführende Informationen

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