Kinderschutzkommission legt ersten Zwischenbericht vor

SOS-Kinderdorf Österreich hat im Mai dieses Jahres eine Kommission rund um Waltraud Klasnic damit beauftragt, Vorwürfe von Fehlverhalten in einigen internationalen Betreuungsangeboten von SOS-Kinderdorf zu überprüfen. Ein entsprechender erster Zwischenbericht wurde nun an SOS-Kinderdorf übermittelt.

Die Kommission hat zu ihrer bisherigen Arbeit das folgende schriftliche Statement abgegeben:

Die ICC (Independent Childprotection Commission) hat ihre Tätigkeit seit Mai voll aufgenommen und hat den ersten Quartalsbericht (Stichtag 30.9.2021) vorgelegt, aus dem hervorgeht, dass der allergrößte Teil der SOS-Kinderdörfer weltweit von keinerlei Vorwürfen bezüglich Malversationen betroffen ist.

Über die ICC Whistleblower-Plattform, die ICC Mailadresse und das ICC Meldetelefon sind knapp ein Dutzend Hinweise eingegangen, die gegenwärtig geprüft werden. Diese betreffen im Wesentlichen Vorfälle im Zusammenhang mit Korruption und Mobbing in einigen afrikanischen und asiatischen Ländern, die oft einen längeren Zeitraum zurückliegen und für die es überwiegend auch schon in anderen Reports Hinweise gegeben hat. ICC prüft intensiv und gründlich und wird gegebenenfalls klare Konsequenzen einfordern.

 Die SOS-Kinderdörfer haben jahrzehntelang weltweit eine großartige Tätigkeit entfaltet, die nicht durch Fehlverhalten einiger weniger in Misskredit gebracht werden darf. SOS-Kinderdörfer sollen und müssen sichere Orte sein, in denen sich Kinder und Jugendliche bestmöglich entwickeln können. Kindeswohl und Kinderschutz haben für uns absolute Priorität.

Waltraud Klasnic
Vorsitzende Independent Childprotection Commission
SOS-Kinderdorf Österreich unterstreicht volle Unterstützung

"Wir sind froh, dass die Kommission rund um Waltraud Klasnic ihre Arbeit schnell und gewissenhaft aufgenommen hat. Wir bemühen uns, wo immer es geht, die Arbeit der Kommission zu unterstützen und zur Aufklärung beizutragen", sagt SOS-Kinderdorf Geschäftsführerin Elisabeth Hauser. "Jedes Kind braucht Schutz und Geborgenheit. Als SOS-Kinderdorf haben wir uns diesem Kinderschutz verschrieben. Das ist unser oberstes Ziel, dem wir alles andere unterordnen. Kinderrechte sind nicht verhandelbar und das Wohl von Kindern steht für uns an erster Stelle."

Als Gründungsland und Markeneigentümer tritt SOS-Kinderdorf für einen schonungslosen Aufarbeitungsprozess in der gesamten Organisation ein. Die eingesetzte Kommission wird Strukturen und Kontrollmechanismen für SOS-Kinderdorf empfehlen. "Denn wenn Fehler passieren, müssen diese schnell entdeckt und konsequent verfolgt werden. Als SOS-Kinderdorf verpflichten wir uns dazu, alle uns zur Verfügung stehenden Mittel zu nutzen, um die Empfehlungen der Kommission so schnell wie möglich umzusetzen", so Hauser.

 

Jedes Kind braucht Schutz und Geborgenheit. Als SOS-Kinderdorf haben wir uns diesem Kinderschutz verschrieben.

Elisabeth Hauser
Geschäftsführerin SOS-Kinderdorf

 

Wir hoffen, dass unser konsequenter und transparenter Umgang alle Freundinnen und Freunde von SOS-Kinderdorf überzeugt, uns weiterhin ihr Vertrauen zu schenken. Denn nur mit ihrer wertvollen Unterstützung können wir das Leben vieler Kinder und Jugendlicher auf der ganzen Welt ein Stück besser machen. Danke!