Kinderschutz steht immer an erster Stelle!

Das Wohl von Kindern ist für uns als SOS-Kinderdorf das oberste Ziel, dem wir alles andere unterordnen.

Umso betroffener machen uns aktuelle Untersuchungen, die zeigen, dass der Schutz von Kindern in einzelnen internationalen Betreuungsangeboten von SOS-Kinderdorf nicht immer durchgängig gegeben war.

  • Wir setzten sofort umfassende Maßnahmen zur konsequenten Aufarbeitung und Prävention.
  • Der erste Zwischenbericht der "Independent Childprotection Commission" unter Waltraud Klasnic wird nun im Herbst erwartet. [Mehr dazu ...]


Es darf nicht sein, dass irgendwo auf der Welt Kinder oder Jugendliche in einem SOS-Kinderdorf schlecht behandelt werden. Wir sind tief betroffen, dass dies geschehen konnte und setzen alles daran, gemeinsam unserer Gründungsidee "Jedem Kind ein liebevolles Zuhause" überall auf der Welt gerecht zu werden.

Elisabeth Hauser
Geschäftsführerin SOS-Kinderdorf

"Der überwältigende Teil unserer Kolleginnen und Kollegen auf der ganzen Welt leistet großartige Arbeit und setzt alles daran, Kinder bestmöglich zu betreuen und zu begleiten", sagt unsere Geschäftsführerin Elisabeth Hauser. SOS-Kinderdorf hat sich zudem strengen Richtlinien zum Kinderschutz verschrieben.

"Doch unsere Struktur hat offensichtlich Schwächen. Wie sich jetzt zeigt, werden unsere Standards nicht in allen Ländern gleichermaßen gewissenhaft und transparent umgesetzt. Hier gilt es, genau hinzuschauen und gemeinsam Veränderungen vorzunehmen", sagt Hauser.

Unabhängige Kommission unter der Führung von Waltraud Klasnic

SOS-Kinderdorf Österreich hat Waltraud Klasnic gebeten, eine unabhängige Kommission einzurichten. Diese Kommission wird die notwendigen Strukturen entwickeln, mit denen SOS-Kinderdorf Vorwürfe in Zukunft in allen Ländern noch entschiedener untersuchen und sanktionieren kann. 

Die hochkarätig besetzte "Independent Childprotection Commission" (ICC) hat ihre Arbeit bereits aufgenommen, unter dem Vorsitz von Klasnic arbeiten Caroline List, Präsidentin des Landesgerichts für Strafsachen Graz, Kurt Scholz, Präsident des Wiener Stadtschulrates a.D. und langjähriger Vorsitzender des Zukunftsfonds der Republik Österreich, Univ. Prof. Dr. Johannes Wancata, Professor für Sozialpsychiatrie und Leiter der klinischen Abteilung für Sozialpsychiatrie an der Meduni Wien und Brigitte Dörr, Opferschutz-Expertin, an der Aufklärung. Prof. Herwig Hösele, Vorsitzender des Zukunftsfonds der Republik Österreich, übernimmt die Koordination.

 

Erste Meldungen eingegangen
In der ersten Phase wertet die Kommission die vorliegenden Untersuchungen aus. Darüber hinaus sind unter klasnic@childprotection.at bereits Meldungen an die Kommission eingelangt, die internationale Projekte betreffen. "Wir nehmen uns aller Meldungen an, die an uns herangetragen werden, und werden auch klare Empfehlungen zu einzelnen Fällen, aber vor allem auch für notwendige strukturelle Konsequenzen geben. Dabei ist die Vision "Jedem Kind ein liebevolles Zuhause"  unser gemeinsames Anliegen", so Klasnic.


"Wir sichern Waltraud Klasnic und ihrem Team die volle Unabhängigkeit in ihren Untersuchungen, Entscheidungen und Vorschlägen zu – aber auch die volle Kooperation", so Elisabeth Hauser. Die investigative und juridische Begleitung der Kommission übernimmt die international tätige Anwaltskanzlei Pacher & Partner.

Auf der Website www.childprotection.at wurde ein interaktiver Infokanal implementiert, bei dem sich HinweisgeberInnen und Betroffene auch anonym melden können. Mit einem ersten Zwischenbericht der Kommission ist im Herbst zu rechnen.

 

Ombudsstellen-System wird weltweit ausgerollt

SOS-Kinderdorf International hat ebenfalls bereits Schritte gesetzt. Eine Special Commission soll alle Vorfälle auf das Gründlichste prüfen. Ein Unterstützungstopf für Opfer wurde beschlossen und ein unabhängiges Ombudsstellen-System nach dem Vorbild von SOS-Kinderdorf Österreich soll weltweit ausgerollt werden.
 


"Kinderrechte sind nicht verhandelbar, das Wohl von Kindern steht für uns an erster Stelle. Wir werden alles daran setzen, diese Vorfälle zu klären und entsprechende Konsequenzen ziehen. SOS-Kinderdorf muss zu jeder Zeit für unser oberstes gemeinsames Ziel stehen: jedem Kind ein liebevolles Zuhause"

Elisabeth Hauser
Geschäftsführerin SOS-Kinderdorf

 

Wir hoffen, dass unser konsequenter und transparenter Umgang alle Freundinnen und Freunde von SOS-Kinderdorf überzeugt, uns weiterhin ihr Vertrauen zu schenken. Denn nur mit ihrer wertvollen Unterstützung können wir das Leben vieler Kinder und Jugendlicher auf der ganzen Welt ein Stück besser machen. Danke!