Advocacy – 20. November 2017

Kinderrechte-Rätselrallye 2017

6 Ideen, um Kindern Kinderrechte spielerisch näher zu bringen

Kinder dürfen mitreden. Es ist ihr Recht. Eines von vielen, die in der UN-Kinderrechtskonvention niedergeschrieben sind. Doch nicht jede/r kennt die Rechte der Kinder und oft kennen auch Kinder und Jugendliche selbst nicht ihre Rechte. Wenn man seine Rechte nicht kennt, dann kann man auch nicht dafür einstehen. Zur täglichen Arbeit von SOS-Kinderdorf gehört es die Kinderrechte zu leben, aber auch, Kinder und Jugendliche über ihre Rechte zu informieren.

Rund um den Internationalen Tag der Kinderrechte am 20.11. haben wir daher mit rund 30 Kindern im Wiener Büro von SOS-Kinderdorf eine Kinderrechte-Rätselrallye veranstaltet und ihnen spielerisch in mehreren Stationen einige wichtige Kinderrechte aufbereitet. Sechs Stationen davon stellen wir hier vor, sie können als Grundlage für eine eigene Rätselrallye zu Hause oder im Pädagogischen Umfeld dienen oder können als einzelne Ideen herausgegriffen werden, um Kinder spielerisch über wichtige Rechte, die sie betreffen, zu informieren.
 

Sechs Ideen Kindern Kinderrechte spielerisch näher zu bringen

  1. Recht auf Beteiligung 
    „Ich möchte mitbestimmen, wie lange ich aufbleiben darf“ oder „Manchmal gibt’s zum Mittagessen etwas Ekeliges, ich möchte, dass öfter etwas, was mir auch schmeckt“
    Kinder und Jugendliche haben das Recht, bei allen Angelegenheiten, die sie betreffen, beteiligt zu werden. Zu Hause, in der Schule, in er Gemeinde oder der Politik.
    Idee: In einem Gespräch kann man mit Kindern und Jugendliche fragen, wo sie sich vorstellen könnten, beteiligt zu werden.
     
  2. Recht auf Information
    Kinder und Jugendliche haben das Recht auf (geeignete) Informationen. Sie dürfen sich diese beschaffen, durch Fernseh- und Radioprogramme, Zeitungen, das Internet oder Bücher, dürfen diese Infos weitergeben und ihre eigene Meinung zu äußern. Aber nicht immer ist das so einfach, denn es gibt gerade im Internet jede Menge „Fakenews“, Bilder werden mit Fotoprogrammen verändert, falsche Meldungen gestreut.
    Idee: In einem Gespräch über dieses Kinderrecht kann man Kindern unterschiedlichste Fake-Bilder aus dem Internet zeigen und sie können raten, ob es sich um ein echtes Bild handelt oder um eine Fotomontage. Das kann ein riesiges Krokodil sein, das 2003 aus dem Hafen von Pointe-Noire gefischt wurde (stimmt!) oder „Snowball“ eine „Monster-Katze“ (,die es aber in Wirklichkeit nicht gibt).
     
  3. Rechte von Flüchtlingskindern
    Minderjährige Flüchtlinge haben das Recht auf Schutz und Hilfe. Dazu gehört auch das Recht auf Versorgung mit Wohnraum, Essen und Kleidung, auf Bildung, auf gesundheitliche, sozialpädagogische und therapeutische Angebote. Beim Asylverfahren sind ihnen gesetzliche VertreterInnen und falls nötig DolmetscherInnen beizustellen. Wenn sie das wollen, muss man sie bei der Suche nach ihren Familienangehörigen unterstützen. Idee: Mit Kindern altersgerecht über das Thema Flucht sprechen und danach das Wissen in einem 1,2 oder 3 Quiz testen. Fragen könnten sein: „Für Kinder und Jugendliche aus welchen Ländern gelten die Kinderrechte?“ oder „Wo oder Wohin fliehen denn die meisten Menschen?“
     
  4. Recht auf Spiel & Freizeit



    Kinder und Jugendlichen haben ein Recht auf Freizeit, Spiel und eine altersgerechte aktive Erholung.Idee: Eine Station zum Austoben und Freizeit genießen. Mit musizieren, malen, spielen oder basteln.
     
  5. Recht auf Inklusion



    Kinder und Jugendliche mit körperlicher oder geistiger Behinderung haben das Recht auf ein erfülltes und menschenwürdiges Leben. Um eine aktive Teilnahme am Gemeinschaftsleben zu ermöglichen, ist es wichtig, dass die Selbstständigkeit gefördert wird.
    Idee: In einem Gespräch erfahren sie Näheres über dieses Kinderrecht und anschließend fühlen sie sich in Betroffene ein in dem sie einen Hindernisparcours mit verbundenen Augen bewältigen (werden dabei von einem anderen Kind geführt), in einer weiteren Übung lernen sie wie man einige Buchstaben Brailleschrift schreibt.
     
  6. Recht auf Identität



    Kinder haben ein Recht auf Identität. Zur Identität gehört der Vor- und Nachnamen, das Geburtsdatum, das Geschlecht, die Nationalität, dass man sich Dokumente ausstellen lassen kann.
    Seine Identität ist wichtig, um Zugang zu Bildung oder zu Krankenversorgung zu erhalten.
    Idee: Mit Kindern über dieses Recht sprechen, mit Verkleidungen dürfen sie die eigene Identität ein bisschen verändern, anschließen dürfen sie Fotos von einander machen und sie behalten oder damit ein Plakat gestalten.
     

Kinder haben Rechte!

Die Kinderrechte anzuerkennen und zu leben ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Damit die Kinderrechte nicht nur am Papier bestehen, setzt sich SOS-Kinderdorf dafür ein, dass alle die Kinderrechte kennen und sich für ihre Einhaltung stark machen.

Zu den Kinderrechten ...

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