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Rat auf Draht – 29. Oktober 2018

Kinder in ihrer Trauer unterstützen

Allerheiligen ist die Zeit des Gedenkens an Verstorbene. Wie spricht man mit Kindern über Verlust und Tod? Unsere Kolleginnen von Rat auf Draht geben Tipps.

"Wenn es einen Trauerfall in der Familie gibt, fällt es vielen Eltern schwer, mit ihren Kindern darüber zu sprechen", sagt Birgit Satke, Leiterin der Helpline Rat auf Draht. "Manche empfinden eine starke Unsicherheit und sind besorgt darüber, wie sie ihren Kindern in dieser Situation am besten helfen können."

 

Trauergefühle

Gerade bei Kindern gibt es verschiedenste Situationen, die Trauergefühle auslösen. Neben dem Verlust eines geliebten Menschen kann auch der Abschied vom Kindergarten, ein Umzug, die Trennung von einem Freund oder ein verlorenes Kuscheltier schwer zu überwinden sein.

 

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"Je früher Kinder lernen, mit Gefühlen von Trauer und Schmerz umzugehen, desto besser kommen sie auch mit den kleinen und großen Abschieden im Leben zurecht," sagt Satke.

 

Vielen Kindern helfe es, immer wieder zu hören, wie es war, als die Oma starb. "Durch diese immer wiedergestellten Fragen machen sich Kinder auf die Suche nach Antworten und diese Suche ist zugleich Teil der Trauerverarbeitung." Wichtig ist, den Fragen zuzuhören und diese geduldig zu beantworten. "Kinder wollen dabei keine neuen Antworten hören, sondern sind mit den alten zufrieden", sagt Satke.

Neben der eigenen Trauer müssen Kinder auch lernen, mit der Trauer ihrer Bezugspersonen umzugehen. Die Eltern weinen zu sehen ist für viele Kinder ungewohnt und vielleicht erschreckend. Daher ist es in dieser Situation wichtig zu vermitteln, dass Trauern und Weinen ganz normale, gesunde Prozesse sind, die zur Trauerverarbeitung dazugehören. Verstecken oder Verleugnen von Tränen ist nicht hilfreich.

 

Konkrete Tipps

  • Seien Sie ehrlich zu Ihrem Kind und erklären Sie was passiert ist. Kinder spüren sehr genau, wenn ihnen etwas verheimlicht wird oder nicht die Wahrheit gesagt wird.
  • Vermitteln Sie Ruhe, Sicherheit und Geborgenheit.
  • Bewahren und fördern Sie alltägliche Rituale und vermeiden Sie unnötige Änderungen vom Tagesablauf.
  • Signalisieren Sie ihrem Kind, dass es jederzeit kommen kann. Bewerten Sie nicht die Art und Weise, wie Ihr Kind trauert.
  • Zeigen Sie selbst auch Ihre Trauer, denn dadurch lernen Kinder, wie wichtig es ist, die eigene Trauer nicht zu unterdrücken.

 

Weiterführende Informationen

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