Innovation – 19.01.22

Innovationsplattform SKIL startet Aufruf

SOS-Kinderdorf und Impact Hub suchen innovative Lösungen für eine bessere psychosoziale Versorgung von Kindern. Ein Ideencamp startet Ende Februar.

SOS-Kinderdorf und Impact Hub Tirol starten eine Kooperation und schaffen mit der Innovationsplattform SKIL ein Netzwerk und einen Rahmen zur Ideenentwicklung für eine Gesellschaft, in der Kinder und Jugendliche und ihre Rechte an erster Stelle stehen. Aktuell startet der erste Aufruf für Ideen zum Thema "Psychische Gesundheit".

"Die Rasanz der gesellschaftlichen Veränderungen hat sich seit den Anfangsjahren von SOS-Kinderdorf und in letzter Zeit besonders durch die Corona-Pandemie und die Klimakrise noch einmal mehr beschleunigt", sagt Eva Gamsjäger, Innovationsbeauftragte von SOS-Kinderdorf. "Um in diesem Tempo aktiv mitgestalten zu können, setzen wir darauf Innovationen in unserer Organisation, aber auch außerhalb in Social Startups und anderen Organisationen zu fördern. Durch die Zusammenarbeit mit dem Impact Hub Tirol als Partner, haben wir dafür noch mehr Kraft und Reichweite."

"Kinder und Jugendliche sind die Gestalter unserer Zukunft und gleichzeitig sind sie auch von den Auswirkungen der aktuellen Herausforderungen und Krisen stark betroffen. Wir sind überzeugt, dass wir durch die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Innovator*innen sowie den jungen Menschen selbst dort ansetzen, wo es aktuell Lücken im System in Österreich gibt. Die gesundheitliche Prävention ist eines der großen Zukunftsthemen!", sagt Hannes Völlenklee Co-Gründer Impact Hup Tirol.

 

Erster Ideen-Call 

"Die Corona-Krise hat zu einer dramatischen Verschlechterung der psychischen Gesundheit von Kinder- und Jugendlichen geführt", sagt Gamsjäger. "Mit dem Ideencamp und dem Inkubator-Programm von SKIL geben wir die Möglichkeit, ganz neue Lösungsansätze abseits von bestehenden Systemen in der Gesundheitsversorgung zu denken." Problemstellungen, die gemeinsam mit Kindern identifiziert wurden, stehen dabei im Mittelpunkt: Wie können Kinder und Jugendliche dabei unterstützt werden Stress abzubauen? Welche Hilfestellungen können Eltern unterstützen, das Verhalten ihrer Kinder richtig einzuordnen? Wie können Jugendliche ansprechend einen Überblick über Unterstützungsangebote bekommen?

"Konkret suchen wir innovative Konzepte, die bestehende Unterstützungsangebote erweitern und Lücken im Sozial- und Gesundheitssystem schließen", erklärt Völlenklee. "Zum Beispiel: Lösungen im Bereich Prävention, die neue Ansätze zur Finanzierung und Skalierung von Angeboten und Dienstleistungen bieten, Branchenübergreifende Allianzen zwischen Organisationen, Startups und fachlicher Expertise im Bereich psychische Gesundheit oder Niederschwellige Lösungen besonders für gefährdete Gruppen, die mit bestehenden Angeboten nicht ausreichend erreicht werden."

 

Vom Ideencamp zum Inkubator

Ideen einreichen können bestehende Teams von Startups, NGOs, Vereinen und Unternehmen aus ganz Österreich, sowie Einzelpersonen. Im Ideencamp Ende Februar werden gemeinsam die ersten Lösungsansätze und Ideen skizziert. "Dort erhalten die Teams Unterstützung und das Know-How an Innovationstechniken, um ihre Lösungsvorschläge zu konkretisieren und für die Einreichung für den Inkubator vorzubereiten", so Völlenklee. Die Teams mit den besten Ideen schaffen es in die Inkubator-Phase, in der in vier Modulen aus den Ideen Prototypen und Konzepte entstehen.

"Es ist uns besonders wichtig, Kinder und Jugendliche eine Stimme zu geben und somit eine Möglichkeit die Innovationen mitgestalten zu können", sagt Gamsjäger. "Darum werden im Inkubator Kinder und Jugendliche aktiv beteiligt sein und gemeinsam mit den Teams die innovativen Ideen weiterentwickeln."

 

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