Extremwetter – 06.04.21

Indonesien: Viele Tote nach Erdrutsch

Heftige Regenfälle im Osten Indonesiens haben Erdrutsche und Überschwemmungen ausgelöst. Es gibt viele Tote. Die Kinder und Familien im SOS-Kinderdorf Flores sind wohlauf!

Auf den ostindonesischen Inseln Flores und Adonara sind nach den Regenfällen und Erdrutschen über 100 Tote zu beklagen. Die Situation der Menschen im Katastrophengebiet ist bedrohlich. Die Stromversorgung ist zusammengebrochen, vor allem fehlt es aber an sauberem Trinkwasser. Besonders für Kleinkinder eine tödliche Gefahr! 

Glücklicherweise sind alle 149 Kinder, Familien und MitarbeiterInnen im SOS-Kinderdorf auf der betroffenen Insel Flores wohlauf! Auch die 1.274 Kinder, die SOS-Kinderdorf dort im Rahmen der Familienstärkung betreut, sind in Sicherheit. Gregor Nitihardjo, Leiter von SOS-Kinderdorf in Indonesien, stellt derzeit ein Krisenteam zusammen und ermittelt den konkreten Bedarf: "Kinder sind von Katastrophen am stärksten betroffen. Unsere Aufgabe bei SOS-Kinderdorf Indonesien ist es, sicherzustellen, dass jedes betroffene Kind weiterhin seine Rechte erhält. Wenn ein Kind im Katastrophengebiet die elterliche Fürsorge verliert oder in Gefahr ist, diese zu verlieren, können und wollen wir helfen."

KollegInnen von SOS-Kinderdorf Flores verteilen auch an Familien, die in der Flut alles verloren haben, Lebensmittel, Trinkwasser und Kleidung. 

 

Ein Fluss auf der Insel Flores ist über die Ufer getreten und hat alles mit sich gerissen. Laut Meteorologen sind auch für die kommenden Tage extreme Wetterlagen mit starkem Regen zu erwarten.

 

SOS-Kinderdorf in Indonesien

SOS-Kinderdorf ist seit Beginn der 70er Jahre in Indonesien aktiv und hat seine Hilfe ständig ausgebaut. Mittlerweile gibt es acht SOS-Kinderdörfer. Das derzeit jüngste SOS-Kinderdorf entstand nach dem Tsunami von 2004 in Banda Aceh.

 

Weltweite Nothilfe

SOS-Kinderdorf ist weltweit in 136 Ländern tätig, meist viele Jahre vor Ort und dadurch gut verankert und vertraut mit den örtlichen Strukturen. Die gute Vernetzung der heimischen MitarbeiterInnen mit der Bevölkerung und den lokalen Behörden ist Basis dafür, dass wir in Krisen- und Katastrophengebieten rasch von den bestehenden Programmen aus nachbarschaftliche Nothilfeaktivitäten gestartet und längerfristig durchgeführt werden können. Erfahren Sie mehr.

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