Ostafrika Dürre Hungersnot Somalia Südsudan
17. Mai 2017 | Ostafrika

Hilfe gegen Dürre, Hungersnot und Cholera

Die Hungerkrise in Somalia und im Südsudan wird immer dramatischer. Die Menschen fliehen in die Städte, aber auch dort ist die Situation katastrophal. Am schlimmsten trifft es Kinder.

Somalia: Die Zeichen stehen auf Apokalypse

Viele Familien verlassen ihre Farmen, flüchten in die Städte und hoffen dort Lebensmittel und Wasser zu bekommen, schildert Ahmed Mohamed, Leiter der SOS-Kinderdörfer in Somalia, die aktuelle Lage. In Mogadischu treffen monatlich rund 72.000 Neuankömmlinge ein, in Baidoa waren es seit November 127.000. Die Camps sind überfüllt, die Menschen müssen in notdürftigen Zelten untergebracht werden.


"Die Zeichen stehen auf Apokalypse! Die Brunnen sind ausgetrocknet, der Viehbestand ist massiv dezimiert und die Lebensmittelpreise steigen."

Ahmed Mohamed, Leiter der SOS-Kinderdörfer in Somalia
 
Ein SOS-Kinderdorf-Mitarbeiter untersucht ein Kind. Mangelernährung schädigt die Organe.
 

Cholera breitet sich aus

Ein weiteres Problem ist die steigende Zahl der Cholera-Erkrankungen. Ursache dafür ist der Mangel an sanitären Einrichtungen, allem voran jedoch das verunreinigte Wasser, das die Menschen trinken um nicht zu verdursten. Seit Jahresbeginn wurden in Somalia bereits 32.000 Cholerafälle registriert.
 

SOS-Kinderdorf leistet Nothilfe

Das Hauptaugenmerk von SOS-Kinderdorf gilt der Not der Kinder: 363.000 Kinder unter fünf Jahren sind stark mangelernährt. "Die Entbehrungen schädigen Kleinkinder körperlich und geistig so sehr, dass sie ein Leben lang darunter leiden werden", sagt Mohamed. Daher werden die SOS-Kinderdörfer in Somalia weiterhin humanitäre Hilfe  für mangelernährte Kinder und Familien leisten.

 

Südsudan: Kurz vor dem Kollaps


"Die Lebensmittelpreise steigen stetig und die Menschen sind verzweifelt! Die Situation wird immer schlimmer. Besonders die Kinder leiden unter der Hungersnot.

Alberto Fait, nationaler Koordinator der SOS-Kinderdörfer im Südsudan
 

SOS-Kinderdorf hilft im Südsudan

Während Nahrungsmittelknappheit und Dürre einen Großteil des Landes bedrohen, sind in Juba noch Lebensmittel verfügbar. "Das SOS-Kinderdorf in der Stadt konnte seine Nahrungsversorgung aufrechterhalten", so Fait, "und darüber hinaus einen neuen Child Friendly Space eröffnen".

In dieser speziellen Kinderschutzzone werden 120 Kinder umfassend betreut und versorgt, sowie weiteren 140 Kindern der Schulbesuch ermöglicht. Zusätzlich erhalten besonders betroffene Familien der Nachbarschaft Nahrungspakete, Babynahrung, Trinkwasser und Medikamente.

 
Das SOS-Kinderdorf ist ein günstiger Ausgangspunkt, um Familien der Umgebung zu helfen.
 

Nothilfe wird ausgebaut

Die geplante Erweiterung der SOS-Nothilfe bietet zusätzliche Maßnahmen zur Stärkung von Familien sowie Wasser für 10.000 Menschen. Mehr als 60 Familien profitieren aktuell davon, die Zahl wird sich mehr als verdoppeln.

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