Hilfe nach Zyklon Idai

Der Zyklon Idai im März dieses Jahres machte über Nacht Hunderttausende Menschen in Mosamik und den Nachbarstaaten Malawi und Simbabwe obdachlos. Unter ihnen starke Frauen, wie Doris, Lucy, Ester und Yenga in Blantyre in Malawi, die über die SOS-Nothilfe und die Familienstärkung unterstützt werden.

 Doris, Blantyre, Malawi

Es herrschte finstere Nacht als der Zyklon Idai im März 2019 über Doris Ntagos Haus hinweg fegte. Doris lebt mit ihrem Ehemann und vier ihrer Enkelkinder in ihrem Haus zusammen. Sie schliefen alle tief und fest. Sie wussten nicht, was sich über ihren Köpfen zusammenbraute. Ein tiefes Krachen und Knacksen im Dachstuhl weckte Doris. Geistesgegenwärtig riss sie die Kinder an sich und rannte mit ihnen nach draußen. Kurze Zeit später war vom Haus nicht mehr viel übrig. Doris, ihr Mann und die Kinder haben alles verloren.

Doris Kinder arbeiten in der Stadt, deshalb ist Doris für die Enkelkinder verantwortlich. (Foto: Cornel Van Heerden, SOS-Archiv)

Doch Doris ist unerschütterlich. Ihr Haus ist verwüstet, ihr Glauben nicht! Sie wird ihr Haus wieder aufbauen. Jeden Tag holt sie - gegen ein kleines Entgelt - Wasser für ihre Nachbarn in der Hoffnung, dass sie in fünf Monaten genug Geld für einen Neubau hat. Nun wird sie von SOS-Kinderdorf unterstützt, damit sie schneller bauen kann und ihre Enkelkinder schnell wieder ein Dach über den Kopf haben.

Doris verdient etwas Geld, weil sie für Nachbarn Wasser vom Brunnen holt. Nun wird sie von SOS-Kinderdorf unterstützt. (Foto: Cornel Van Heerden, SOS-Archiv)

 Lucy, Blantyre, Malawi

Zyklon Idai hat Lucy Zuzes Leben zerstört. Sie steht dort, wo früher ihr Haus war und fragt sich, ob und wann all die vielen Scherben ihres Lebens eines Tages wieder zusammengefügt werden können. Auch sie zeigt den gleichen Mut und Lebenswillen wie Esther!

Die Kinder von Lucy stehen vor ihrem zerstörten Haus. (Foto: Cornel Van Heerden, SOS-Archiv)

Derzeit füllt Lucy Sand in Säcke und verkauft diese an jeden, der etwas kaufen kann. So will sie das Geld für den Wiederaufbau ihres Hauses sammeln. In einem Monat hofft sie genug Geld zusammenzuhaben. Die Mutter von vier Kindern ist bei ihrer ältesten Tochter eingezogen. Sie ist verheiratet und hat ein acht Monate altes Baby.

Lucy mit ihren drei Töchtern. Esther (rechts im Bild) trägt ihr eigenes Kind. (Foto: Cornel Van Heerden, SOS-Archiv)

Esthers Haus ist klein, aber alle rücken zusammen und so kommt die siebenköpfige Familie beengt, aber glücklich überlebt zu haben, über die Runden. Was vermisst Lucy am meisten? "Mein Bett!", gibt Lucy zur Antwort, "das, in dem meine drei Kinder und ich geschlafen haben." Nun werden Lucy und ihre Kinder von SOS-Kinderdorf unterstützt.

Esther mit ihrer Tochter. Derzeit lebt ihre ganze Familie in Esthers kleinem Haus. (Foto: Cornel Van Heerden, SOS-Archiv)

 Yenga, Blantyre, Malawi

Auch schon die 9-jährige Yenga beweisst Willensstärke. Die Schülerin besucht die Wala-Grundschule in Blantrye und geht in die vierte Klasse. Normalerweise braucht sie ungefähr 20 Minuten, um dorthin zu gelangen ...

Yenga auf ihrem Weg in die Schule. (Foto: Cornel Van Heerden, SOS-Archiv)

Idai hat die Region heimgesucht und die Brücke weggerissen. Damit verlängerte sich der Schulweg auf eine Stunde. Kein Grund für Yenga, deshalb die Schule zu schwänzen. Mit Unterstützung von SOS-Kinderdorf konnte die Brücke wieder aufgebaut werden. Die Familie von Yenga wird zusätzlich von SOS-Kinderdorf unterstützt.

Diese unscheinbare Brücke verkürzt den Schulweg um 40 Minunten! (Foto: Cornel Van Heerden, SOS-Archiv)

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