Schule & Bildung – 18.01.19

Zu Besuch in der Hermann-Gmeiner-Schule in Kavre

Die Schule wird derzeit von über 600 Schülerinnen und Schülern besucht. Die Schule ist an das SOS-Kinderdorf Kavre angeschlossen.

Mehr als 600 Buben und Mädchen besuchen derzeit die Hermann-Gmeiner-Schule, die an das SOS-Kinderdorf Kavre angeschlossen ist. Seit ihrer Gründung im Juni 1999 bietet diese Sekundarschule jährlich über 600 Schülerinnen und Schülern hochwertige Bildung. Neben den Kindern und Jugendlichen aus dem SOS-Kinderdorf besuchen viele Kinder aus den umliegenden Gemeinden die Schule, die in der ganzen Region sehr beliebt ist. Die Ausbildungsplätze sind sehr begehrt.

Soziales Modell

Wie in vielen weiteren Hermann Gmeiner Schulen verfolgt man auch hier ein besonderes Schulmodell: die Schulgebühren richten sich nach dem jeweiligen sozialen und wirtschaftlichen Status. SO können Kinder aus benachteiligten Familien (zB. auch Kinder von Alleinerziehern) die Schule in Form eines Stipendiums kostenlos besuchen, Schulunterlagen und Schuluniformen werden finanziert. Die Plätze werden nach diesem sozialen Schlüssel vergeben.

 

Kinder zählen zu den Ärmsten der Armen

In Nepal leben ca. 12,7 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Viele von ihnen haben in den vergangenen Jahrzehnten ihre Familie und ihr Zuhause verloren und müssen sich allein und ohne elterliche Fürsorge durchschlagen. Zu den besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen in Nepal zählen laut einer UNICEF-Studie Straßenkinder, Kinder mit Behinderungen sowie Kinder, die familiärer Gewalt und Missbrauch ausgesetzt sind. Geschätzte 34 Prozent der Kinder zwischen 5 und 14 Jahren sind zu Kinderarbeit gezwungen, 40 Prozent bleibt eine Schulbildung versagt und auch die Schulabbrecherquote ist hoch.
 

Hermann-Gmeiner-Schulen in Nepal

In Nepal ermöglicht SOS-Kinderdorf durch seine Schulen den Zugang zur Grundschule für über 3.200 Kinder, zur Sekundarschule für mehr als 1.500 Kinder . In den SOS-Berufsschulen erlernen ca. 500 Jugendliche einen Beruf, der ihnen eine Zukunftsperspektive gibt.

SOS-Kinderdorf in Nepal 

SOS-Kinderdorf ist seit den späten 60er-Jahren in Nepal tätig und betreibt 10 SOS-Kinderdörfer sowie SOS-Kindergärten, SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen und SOS-Sozialzentren. Letztere bieten in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden Familienstärkungsprogramme an, um Kindern ein sicheres Aufwachsen in einem liebevollen Zuhause zu ermöglichen. Im April 2015 leistete SOS-Kinderdorf für die vom schweren Erdbeben betroffenen Kinder und Familien sofortige Nothilfe mit Nahrung, Wasser, Kleidung, sanitären Einrichtungen und Notunterkünften sowie medizinischer und psychologischer Unterstützung.Erfahren Sie mehr ...

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