24. März 2017 | #gleicheChancen

#gleicheChancen – echte Hoffnung für ALLE Kinder!

Wir kämpfen für die Gleichstellung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen mit österreichischen Kindern in Betreuung.

"Ein Kind ist ein Kind, egal, wo es geboren ist", sagt SOS-Kinderdorf-Geschäftsführer Christian Moser. In Österreich werden junge Menschen, die geflüchtet sind, aber vorrangig als Asylsuchende behandelt. Sie bekommen vielfach nicht die Betreuung, die Fürsorge und die Ausbildungschancen, die ihnen zustehen.
 

Ziel ist die bestmögliche Förderung

Im Auftrag von SOS-Kinderdorf haben zwei Professoren der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Uni Innsbruck ein Rechtsgutachten zu diesem Thema vorgelegt. "Die Gesetzeslage ist eindeutig", sagt Michael Ganner, einer der Autoren des Gutachtens. "Für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge hat laut Gesetz die Kinder- und Jugendhilfe die Elternrolle zu übernehmen und für ihre angemessene Versorgung, Betreuung und Ausbildung Sorge zu tragen." Ziel müsse die bestmögliche Förderung der Kinder sein.

In der Realität werden unbegleitete minderjährige Flüchtlinge oft nur grundversorgt. Das heißt, ihnen wird eine Unterkunft zugewiesen und sie erhalten Verpflegung bzw. Bekleidung. In großen Heimen bleiben ihnen Leistungen der Jugendhilfe - die in erster Linie der physischen und psychischen Entwicklung sowie Erziehung von Kindern und Jugendlichen dienen – oft verwehrt.
 

Treffen mit Bundeskanzler Christian Kern

 
Vier Burschen aus einer SOS-Kinderdorf-Wohngruppe übergaben gemeinsam mit Geschäftsführer Christian Moser symbolisch 7.500 Tauben an Bundeskanzler Kern. (Foto: BKA/Andy Wenzel)
 
 

Politische Gespräche

Wir haben in den letzten Monaten – gemeinsam mit der Kinder- und Jugendanwaltschaft – mit vielen PolitikerInnen und Behörden auf Bundes- und Landesebene gesprochen, um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen. Besuche bei Bundeskanzler Christian Kern, Familienministerin Sophie Karmasin und Sozialminister Alois Stöger standen unter anderen auf dem Programm. 
 


"Wir haben viele positive Rückmeldungen erhalten und kämpfen weiter für gleiche Chancen – auf allen politischen Ebenen"

Christian Moser
 
 

Treffen mit Sozialminister Alois Stöger

 
Am 21.3.2017 haben wir Sozialminister Alois Stöger mit unseren Forderungen nach gleichen Chancen für geflüchtete Kinder und Jugendlichen getroffen. "Mein Ziel ist, dass alle 15-18 jährigen Flüchtlinge in das Ausbildungspflichtgesetz aufgenommen werden", meint er, denn junge Menschen sollen hier nicht zum Nichtstun gezwungen werden."
 

Bei Betreuung auf Spenden angewiesen

Wir betreuen derzeit rund 260 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Österreich – nach denselben hohen Standards wie österreichische Kinder. Dabei sind wir auf Spendengelder angewiesen. Die öffentliche Finanzierung reicht dafür bei Weitem nicht aus.
 
 

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