Gemeinsamkeiten schaffen

Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bedeutet nicht, einmal pro Jahr einen Klassensprecher wählen zu lassen. Reden, diskutieren und gemeinsam zu einer Lösung zu kommen, ist die Basis für ein zufriedenstellendes Miteinander.

Die positiven Auswirkungen von Beteiligung überwiegen: man lernt Konflikte gewaltfrei zu lösen, Regeln und Entscheidungen werden besser akzeptiert, neue Ideen für Problemlösungen können entstehen und das Verständnis füreinander wächst. Und dabei geht es vor allem um Fragen des Alltags: Darf ich entscheiden, was ich anziehe? Darf ich mitreden, wenn es ums Essen geht? Darf ich mein Zimmer umgestalten? Wie lange darf ich aufbleiben? Etc.
 

Jede Meinung ist wichtig

Ernst genommen zu werden, ist für Kinder und Jugendliche immens wichtig und trägt dazu bei, das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen zu stärken. SOS-Kinderdorf hat sich in diesem Bereich hohe Maßstäbe gesetzt: Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden geschult, Beteiligung in ihre pädagogische Arbeit einfließen zu lassen. Ein Leitfaden wurde von Jugendlichen und Erwachsenen
gemeinsam erstellt. Es gibt eigens ernannte erwachsene Ansprechpersonen, die darauf achten, dass alle wissen, wie und wo Beteiligung passieren kann. Darüber hinaus werden im Rahmen von Workshops für Kinder und Jugendliche Kinderrechte und Formen von Beteiligung spielerisch
erarbeitet. Kinder- und Jugendsprecher sind bereits an vielen Standorten zu finden.
 
Wir sind davon überzeugt, dass die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen einen Mehrwert für alle darstellt. Ihre Vorstellungen und Meinungen liefern einen wesentlichen Beitrag für ein erfolgreiches Zusammenleben und erfülltes Aufwachsen.

 

UN-Kinderrechtskonvention

Die Vereinten Nationen haben am 20. November 1989 die UN-Konvention über die Rechte des Kindes verabschiedet. Neben zahlreichen anderen Rechten ist fest verankert, dass Kinder und Jugendliche das Recht haben, bei allen Angelegenheiten, die sie selbst betreffen, beteiligt zu werden; gemäß ihrem Alter und Entwicklungsstand. Voraussetzung ist immer, dass das Kindeswohl nicht gefährdet ist.
 
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