Bauprojekt Tirol – 14.06.19

Freude über Firstfeier im Tipi in Absam

Die Bauarbeiten laufen zügig und planmäßig voran. Bis Ende des Jahres soll die neue Wohngruppe Tipi fertiggestellt sein und acht Kinder dann in ihr neues Zuhause einziehen können.

Gestern wurde der Firstbaum am Haus angebracht und von allen Beteiligten der bisherige reibungslose Baufortschritt gemeinsam gefeiert und die finale Bauphase eingeläutet. "Vor zwei Jahren standen wir erstmals auf diesem Gelände, und heute stehen wir vor dem fast fertigem Rohbau", freute sich SOS-Kinderdorf-Leiter Wolfram Brugger. "Es war für SOS-Kinderdorf eine einmalige Chance, hier in Absam gemeinsam mit der Gemeinde, der Kinder- und Jugendhilfe, den Architekten und Bauexperten sowie mit erfahrenen Pädagogen/innen eine Wohngruppe modernster Art planen und errichten zu dürfen – nachhaltig, ökologisch und auch aus pädagogischer Perspektive."

 

 

v. l. n. r. Gerd Jenewein (Gemeinderat), Michaela Aufderklamm (Sozialpädagogin Tipi), Wolfgang Stöger (Architekt), Wolfgang Katsch (SOS-Kinderdorf Geschäftsleiter), Wolfram Brugger (SOS-Kinderdorf Leiter), Georg Kaltschmid (Ltg.-Abg.).

 

Gerd Jenewein, Gemeinderat und Obmann des Sozialausschusses, drückte seine Begeisterung so aus: "Wenn Ihr nicht mit dem Projekt nach Absam gekommen wärt, hätten wir es erfinden müssen. Diese Wohngruppe fügt sich ideal in unser Gesamtangebot im Sozialbereich ein und ist eine wertvolle und wichtige Ergänzung!"
 

Wolfgang Katsch

Vor 70 Jahren hat eine Gruppe engagierter Menschen in Innsbruck die Idee geboren und dann mit dem ersten SOS-Kinderdorf in Imst umgesetzt. 70 Jahre später fanden sich wieder ein Gruppe engagierter Personen und Partner, die aus ersten Ideen und Plänen dieses wunderbare gemeinsame Projekt für Kinder entwickelten und nun umsetzen! Dafür allen ein herzliches Dankeschön.

Wolfgang Katsch


In der neuen Wohngruppe TIPI werden acht Kinder, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen können, ein vorübergehendes oder auch längerfristiges Zuhause bekommen. Jedes Kind hat ein eigenes Zimmer. Zusätzlich gibt es ausreichend Gemeinschaftsräume und Räume für Therapien. Erstmals auch einen eigenen Bereich für Besuche und Übernachtungsmöglichkeiten leiblicher Eltern, was für die Kinder und ihre Familien sehr wichtig ist. Neben dem pädagogischen Aspekt wurde großer Wert darauf gelegt, modern, nachhaltig und ökologisch zu bauen: maximal energieeffizient, barrierefrei, mit viel Holz und Materialien aus der Umgebung und damit geringen Transportwegen.
 

Weitere Bauten auch in Imst und Osttirol.

Neben der neuen Wohngruppe TIPI in Absam entstehen weitere Wohngruppen im SOS-Kinderdorf Imst (2) und Nußdorf-Debant in Osttirol (2). "Schön, dass wir im Jubiläumsjahr in Tirol, wo für SOS-Kinderdorf vor 70 Jahren alles begonnen hat, dieses Signal für nächste Generationen setzen und sicherstellen, auch künftig Kinder, Jugendliche und ihre Eltern in Krisensituationen und Notlagen gut betreuen und unterstützen zu können", zeigt sich Wolfgang Katsch hoch erfreut. 

 

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