Salzburg

Freiwilliges Engagement im Lockdown

Getreu dem Motto: Es gibt keine Probleme nur ungefundene Lösungen, zeigen kreative Helfer und Jugendliche vor, wie in diesen herausfordernden Zeiten zum Beispiel Lernhilfe trotzdem funktioniert.

Social Distancing und größer werdende Babyelefanten zwingen auch unsere Freiwilligen in den Lockdown. In manchen Bereichen stehen Menschen, die sich freiwillig für Kinder und Jugendliche engagieren möchten seit Monaten in Warteposition. Doch getreu dem Motto: Es gibt keine Probleme nur ungefundene Lösungen, zeigen kreative Helfer und Jugendliche vor, wie in diesen herausfordernden Zeiten zum Beispiel Lernhilfe trotzdem funktioniert.

Seit September hilft die 24-jährige Daniela Wollmarker einem 13-jährigen Syrer, der in der SOS-Kinderdorf  Jugendwohngruppe in Neumarkt lebt,  wöchentlich beim Deutschlernen. „Schon nach sechs Stunden durften wir uns nicht mehr persönlich treffen und standen vor einem Problem“, erinnert sich die Studentin. „Der Umstieg auf das Lernen via Video-Chat war ungewohnt und herausfordernd. Statt mit Händen und Füßen haben wir uns mit Smileys und Fotos verständigt, wenn das Vokabular noch nicht ausgereicht hat.“ Gelohnt habe sich der Einsatz aber allemal, denn inzwischen funktionieren die Unterhaltungen immer besser und der Spaß beim digitalen Lernen kommt auch nicht zu kurz.

Nina Domnig unterstützt als Lernhelferin schon länger Jugendliche im SOS-Kinderdorf Clearing-house in Salzburg. „Ich durfte schon an einigen schönen Erfolgsmomenten der jungen Menschen teilhaben. Auch ein paar Stunden Unterstützung können gerade geflüchteten Jugendlichen enorm weiterhelfen.“ Daran soll auch Corona nichts ändern. „Ich bin mit Herzblut dabei und helfen kann man auch mit Abstand. Ein erstes Kennenlernen mit einem Jugendlichen über Skype hat bestens funktioniert und ich freu mich auf unsere digitalen Stunden.“