Griechenland – 04.03.20

Dramatische Lage für Flüchtlinge in Griechenland

Unser Geschäftsführer Christian Moser fordert Österreich und die EU dazu auf, geflüchteten Kindern und deren Familien besonderen Schutz zu gewähren.

Die Umstände, in denen sich viele geflüchtete Menschen, darunter zahlreiche Kinder, momentan an den Außengrenzen der EU befinden, sind katastrophal. Hier wäre in erster Linie die Europäische Union als Ganzes gefordert, etwas as der Situation zu verändern. Doch wir wissen, dass einige Länder auf der Bremse stehen – leider ist auch Österreich eines davon. 


Kindern umfassenden Schutz zu verweigern ist völkerrechtswidrig. Das sollte unsere Bundesregierung bedenken!

Christian Moser
Geschäftsführer SOS-Kinderdorf

Österreich sollte seine Verantwortung für die nächste Generation wahrnehmen. Wir glauben: ein Kind ist ein Kind, egal, wo es geboren ist. Und seine Rechte sind in internationalen Verträgen festgeschrieben!

Was es jetzt dringend braucht: Hilfe vor Ort, Hilfe an den EU-Außengrenzen, Unterstützung für die überforderten Behörden, eine gerechte Verteilung der Flüchtlinge innerhalb des EU-Raumes – all das ist notwendig, um diese menschliche Katastrophe in den Griff zu bekommen. Wegschauen ist der falsche Weg. 

SOS-Kinderdorf ist vor Ort

SOS-Kinderdorf ist seit 2015 im Flüchtlingslager Kara Tepe auf Lesbos aktiv. Die Bedingungen in den Camps auf Lesbos sind unerträglich für alle Menschen und ganz besonders für traumatisierte Kinder, berichten unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort. Es gibt keinerlei spezielle Maßnahmen, um Kindern Sicherheit, geschweige denn Bildung zu ermöglichen. Die Lage hat sich seit Jahren nicht gebessert, sondern verschlimmert sich mit der zunehmenden Zahl an Menschen in den Camps immer weiter. 

Recht auf Schutz und Hilfe

SOS-Kinderdorf fordert Österreich und die EU dazu auf, geflüchteten Kindern und deren Familien ausreichenden Schutz und eine ausreichende Versorgung zu gewähren.


Kinder auf der Flucht haben laut UN-Kinderrechtskonvention das Recht auf Schutz und Hilfe. Die Konvention verpflichtet uns auch dazu, das Beste für die Kinder zu tun, also jede Maßnahme in Hinsicht auf das Kindeswohl abzuwägen. Wenn man sich die Situation in der Türkei und in Griechenland anschaut, sind wir weit davon entfernt!  

Christian Moser
Geschäftsführer SOS-Kinderdorf

 

Als Kinderschutzorganisation haben wir langjährige Erfahrung darin, entwurzelten Kindern und auch ihren Familien wieder Halt und eine Perspektive zu geben. Zentral ist, Menschen ein sicheres Leben im eigenen Land zu ermöglichen. Strategische und wirtschaftliche Interessen dürfen in diesem Zusammenhang nie wichtiger sein als Menschenleben.

Weltweite Nothilfe

Damit SOS-Kinderdorf bei akuten Krisen schnell und zielgerichtet helfen kann, planen und koordinieren die KollegInnen die Nothilfe vor Ort mit allen notwendigen Maßnahmen.

Für diese rasche und unbürokratische Hilfe benötigen wir Spenden, die wir genau dort einsetzen können, wo sie am dringendsten benötigen werden. 

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