Familienstärkung – 15. Mai 2018

Elternworkshops in Arequipa

In den SOS-Sozialzentren erhalten Eltern die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Workshops über moderne Erziehungsmethoden zu informieren.

Arequpia ist eine aufstrebende Industriestadt. Und dieser Erfolg zieht viele arme Bewohner der Hochlandregion auf ihrer Suche nach Arbeit und Erfolg in die Stadt. Doch die Realität holt die Familien schnell ein: Die Männer arbeiten unter unvorstellbaren Bedingungen als Tagelöhner in den Minen. Trotzdem bleiben die Familien bettelarm und Kinderarbeit gehört in Arequipa zum traurigen Alltag. Die Kinder verkaufen Kleinwaren am Straßenrand oder putzen Schuhe – oft bis tief in die Nacht, sie müssen zum Familieneinkommen beitragen.

 

Mit Workshops und Kursen werden Eltern unterstützt noch besser für ihre Kinder zu sorgen, wie hier Ariana mir ihrem Sohn. Foto: SOS-Archiv


Mit seinen Familienstärkungsprogrammen versucht SOS-Kinderdorf Aufklärungsarbeit zu leisten und zu vermitteln, dass die Bildung der Kinder der Schlüssel ist, der Armut zu entrinnen. So gibt es neben dem SOS-Kinderdorf schon seit vielen Jahren die sogenannten "SOS-Sozialzentren" in den Brennpunkt-Vierteln der Stadt.

 


Dieser Workshop war eine große Hilfe. Jetzt weiß ich, was meine Tochter zum Aufwachsen braucht und wie ich sie dabei besser unterstützen kann.

Nancy
Mutter

 

Dort werden zum Beispiel Workshops für Mütter und Väter angeboten. Die Eltern hören oft zum ersten Mal von Kinderrechten, es werden ihnen moderne Erziehungsmethoden aufgezeigt, wie sie ihre Kinder im Schulalltag unterstützen können. Es wird ihnen erklärt, wie man mit wenig Aufwand abwechslungsreicher kochen und Mangelernährung verhindern kann. Daneben werden den Eltern Möglichkeiten aufgezeigt, wie sie die von der Regierung angeboten Hilfsmöglichkeiten beantragen und nutzen können. Diese Kurse sind sehr beliebt. 

 
 

So helfen wir in Peru

SOS-Kinderdorf ist seit über vier Jahrzehnten in Peru tätig. Seit der Eröffnung des ersten SOS-Kinderdorfs 1975 wurden die Aktivitäten im Land kontinuierlich ausgebaut. Heute sind wir für rund 10.000 Menschen im Einsatz, in 10 Familienstärkungsprogrammen, 12 SOS-Kinderdörfer und 18 Angeboten für Jugendlichen.

Helfen Sie mit Ihrer Spende!

 

Yomira hat es geschafft

Yomira hat drei Kinder. Ihr Mann arbeitet in der Mine und kommt nur am Wochenende nach Hause. Von seinem Lohn bleibt nicht viel übrig. Ihr neunjähriger Sohn geht deshalb nicht mehr in die Schule sondern verkauft Kleinkram auf der Straße. Yomira geht dreimal die Woche in einem Restaurant putzen und muss dann ihre zwei kleinen Töchter mitnehmen.

Durch die Hilfe und Vermittlung von SOS-Kinderdorf besucht ihr Sohn wieder die Schule, ihre zwei Töchter wurden in die Tagesbetreuung im SOS Sozialzentrum aufgenommen und werden bald in die Schule gehen können. Yomira kann damit regulär am Vormittag arbeiten und ihr Einkommen reicht für die Familie aus.

 

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