Nothilfe - 16. Februar 2017

Nothilfe nach dem Erdbeben in Ecuador

Nach dem verheerendem Erdbeben im April 2016 startete SOS-Kinderdorf ein Nothilfeprogramm. 4.500 Kinder und 2.500 Familien konnte bisher geholfen werden oder wird in den Nothilfe-Unterkünften immer noch geholfen.

Beim Erdbeben im Nordwesten des Landes starben mehr als 650 Menschen, noch immer leben 22.000 Menschen in Notlagern. Die SOS-Kinderdörfer in Ecuador blieben verschont - von dort aus konnte schon 72 Stunden später erste Nothilfe für betroffene Familien geleistet werden. SOS-Mitarbeiter Marco Cedillo Cobos führt in diesem Video durch die Notunterkunft. 


 

Die Schwerpunkte der Nothilfe:

  • Unterstützung traumatisierter Familien
    Auch Monate nach dem Beben sind viele Familien immer noch traumatisiert und können die schrecklichen Erlebnisse nicht verarbeiten. Psychologen, Sozialpädagogen und Sozialarbeiter unterstützen die Betroffenen, sie geben Halt, spenden Hoffnung, vermitteln Zuversicht, um auch die seelischen Wunden zu heilen.
  • Internet und Kommunikation
    Viele Familien sind seit dem Beben getrennt oder nur mehr schwer erreichbar. SOS-Kinderdort stellt einen Computerraum zur Verfügung, in dem Familien mit Angehörigen über das Internet telefonieren, in Kontakt bleiben oder vermisste Angehörige suchen. Der Computerraum steht auch den Helfern offen.
  • Medizinische Versorgung
    Die medizinische Erst- bzw. Grundversorgung wird sicher gestellt. Eine Krankenschwester und ein Arzt kümmern sich um die Familien und stehen zur Stelle, wenn jemand krank ist.
 

Bildergalerie


 
Viele Kinder sind auch Monate nach dem Erdbeben noch traumatisiert und benötigen seelischen Beistand.


Isa soll wieder lachen

Am 16. April 2016 wurde die kleine Isa verschüttet. Sie wurde geborgen, doch die Seele des Mädchens ist zwischen den Trümmern immer noch gefangen, sagt ihre Mutter und weint. Sie und ihr Mann haben nur einen Wunsch: Ihre Tochter soll wieder lachen. Isas Familie ist nach dem Beben in der SOS-Nothilfe-Unterkunft untergekommen. Es ist ein Zelt. Aber es ist stabil und es gibt ihnen die Sicherheit und Stabilität die sie brauchen. Gekocht wird gemeinschaftlich mit Familien aus anderen Zelten. Psychologen kümmern sich um Isa und auch ihre Eltern, die am Schicksal ihrer Tochter fast zerbrechen. Mit ihnen wird viel geredet und noch mehr zugehört.

Isa hingegen malt lieber. Ob sie die traumatischen Erlebnisse überwinden kann? Diese Frage bleibt offen. Die SOS-Mitarbeiterinnen haben keine Zauberkräfte. Doch es gibt Fortschritte und die Eltern schmieden zaghaft Zukunftspläne. Der Vater nutzt häufig den Computerraum und geht Stellenanzeigen durch. Die Familie wird bald ins "echte" Leben zurückfinden und mit ihr hoffentlich auch Isa, denn am 26. Mai feiert sie ihren 7. Geburtstag.

 

Links zum Thema

 

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