Familienstärkung – 20.01.20

Gehts den Eltern gut...

...gehts auch den Kindern besser. Im Rahmen einer aktuellen Studienpräsentation fordert SOS-Kinderdorf mehr Mittel für Familienstärkung und Elternarbeit.

Die Komplexität der Betreuung von Kindern und Jugendlichen ist in den letzten 20 Jahren gestiegen. So das Ergebnis einer WU-Studie zur Belastung von Kindern und Jugendlichen, die vergangene Woche der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Ein wesentlicher Faktor dabei ist das Umfeld der Kinder und Jugendlichen. In unserer täglichen Arbeit bei SOS-Kinderdorf spiegeln sich diese Ergebnisse wider.

Eltern bleiben Eltern

Unsere Pädagoginnen und Pädagogen erleben jeden Tag, welch wichtige Rolle Eltern spielen. Sie sind enorm wichtig für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen, denn Eltern bleiben Eltern, egal, was vorgefallen ist.
Es ist darum wichtig, Kinder und Jugendliche ganzheitlich zu betreuen. Inklusive ihrem Bezugssystem, ihrer Herkunftsfamilie, ihren nahestehenden Bezugspersonen. SOS-Kinderdorf hat in den letzten Jahren darum die Elternarbeit stark ausgebaut.
 


Vier von zehn Kindern, die einmal in Fremdbetreuung waren, kehren wieder in die Familie zurück – entweder in der Kindheit oder als junge Erwachsene. Das bedeutet, dass wir an den Kompetenzen der Eltern arbeiten müssen.

Clemens Klingan
Geschäftsleiter SOS-Kinderdorf


Der beste Ort, an dem ein Kind aufwachsen kann, ist prinzipiell die eigene Familie. Wir setzen darum alles daran, Familien zu stärken. Wir kümmern uns um Kinder und Jugendliche, wenn sie aus verschiedenen Gründen nicht mehr in ihrer Familie leben können und beziehen dabei stark die Eltern und Bezugspersonen mit ein. Sie werden bei wichtigen Entscheidungen miteinbezogen, der Kontakt zwischen den Kindern und ihrer Familie wird gefördert. Eine enge Zusammenarbeit ist für die Kinder wichtig. Wenn sie wissen: Auch um meine Eltern kümmert sich jemand, wird das Kind entlastet. 

Betreuung der Kinder wird komplexer

Es gibt immer mehr komplexe Familiensysteme und unsere Kolleginnen und Kollegen verbringen viel Zeit damit, mit allen Bezugspersonen eines Kindes in Kontakt zu bleiben, Eltern einzubeziehen, die Familie als Ganzes zu stärken.
Um all das gut leisten zu können, sind neue Betreuungsformen gefragt. SOS-Kinderdorf hat hier in den letzten Jahren verschiedene Wege beschritten. So gibt es in einigen Regionen ein eigenes Team für Elternarbeit. Auch der Ausbau von Eltern-Kind-Wohnen, bei dem mit Eltern und Kindern gemeinsam gearbeitet wird, wurde vorangetrieben. 

 

Weiterführende Information:

 

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