Guinea – 13. August 2018

Hilfe für Familien in der Ebola-Krise

2013, als in Westafrika das Ebola-Virus erstmal auftrat, bedeutete dies für SOS-Kinderdorf Guinea eine der größten Herausforderungen seiner Geschichte.

Im Jahr 2013 trat zum ersten Mal in Westafrika das Ebola-Virus auf: 3.800 Menschen waren betroffen und über 2.500 Todesfällen zu beklagen. Bis heute hat sich das Land noch nicht erholt und die Epidemie hat tiefe Wunden in der Gesellschaft hinterlassen.
 

Der Direktor vom SOS-Kinderdorf Guinea Richard Watchinou erzählt von den Herausforderungen und der SOS-Nothilfe.

 

Laut UNICEF sind 520 Kinder daran gestorben, über 6.200 Kinder haben Mutter, Vater oder beide Eltern verloren. SOS-Kinderdorf Guinea stellte im Rahmen seiner SOS-Nothilfe all seine Ressourcen und Kräfte zur Verfügung, um während und nach der Epidemie zu helfen. 

Dabei lang der Schwerpunkt auf der Familienstärkung: Familien, die durch Ebola Mutter/Vater oder beide Eltern verloren hatten, erhielten finanzielle Unterstützung, zum Beispiel um Grundnahrungsmittel zu kaufen. 

Um das Infektionsrisiko einzugrenzen, verteilte SOS-Kinderdorf Hygieneartikel und informierte in den Gemeinden über Hygienemaßnahmen und Übertragungswege.

Besonderen Wert legte auf die mentale und psychische Begleitung von Betroffenen, um die Stigmatisierung zu bekämpfen. Denn die Ebola-Epidemie hatte erhebliche Auswirkungen auf den Zusammenhalt der Gemeinschaft und der Familien. Viele Überlebende verloren aufgrund der Stigmatisierung ihre Arbeit, ihr Zuhause und ihre familiären Bindungen. 

 

In Guinea gibt es derzeit drei SOS-Kinderdörfer, sechs Schulen, vier Sozialzentren und drei Kindergärten, wie diesen hier in Kankan. Insgesamt werden derzeit über 5.800 Kinder, Jugendliche, SchülerInnen und Schüler und Familien betreut.

 


Für SOS-Kinderdorf Guinea war die Ebola-Epidemie eine der bedeutendsten und herausforderndsten Momente seiner Geschichte.

Richard Watchinou
Direktor von SOS-Kinderdorf Guinea

 

Die Krise hat jedoch auch gezeigt, dass wir als SOS-Kinderdorf bereit und offen sein müssen, uns für den Schutz aller Kinder einzusetzen! Nur so können wir unser Versprechen "Jedem Kind ein liebevolles Zuhause" glaubwürdig umsetzen.

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