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Nothilfe – 15.03.20

Corona Virus: SOS-Kinderdorf bittet um Spenden

Psychologische Hilfe in Italien dringend nötig – SOS-Kinderdörfer in Österreich bereiten sich auf neue Situation vor.

Die Corona-Krise hat sich zu einer weltweiten Pandemie ausgeweitet. Italien ist das Land, das nach China aktuell am schwersten betroffen ist und immer mehr in eine humanitäre Notlage gerät. Neben den physischen Auswirkungen auf die infizierten Patienten sind immer mehr Menschen von psychischen Belastungen und Ängsten über die aktuelle Situation betroffen. "SOS-Kinderdorf startet daher aktuell ein Nothilfeprogramm in Italien", sagt Christian Moser, Geschäftsführer SOS-Kinderdorf Österreich. "Auch in Österreich bereiten wir uns auf die neue Situation in unseren Wohngruppen vor."

 

Auch Kinder sind von der aktuellen Situation überfordert. (Foto: SOS-Kinderdorf Italien)

Um Menschen und vor allem Eltern psychologisch zu betreuen, startet SOS-Kinderdorf in Italien aktuell ein Hilfsprogramm. Über eine Online-Plattform und Beratungschats stehen Psychologen und Psychotherapeuten zur Verfügung. Sie bieten Beratung und konkrete Hilfestellungen, um Stress und Ängste abzubauen, Panikattacken vorzubeugen und Depressionen zu bekämpfen. "Dafür benötigen wir dringend Spenden", sagt Moser. Weiters werden Spendengelder benötigt, um, sehr teuer gewordene, Hygieneprodukte, wie Handschuhe und Desinfektionsmittel sowie technische Ausstattung und Laptops für den Heimunterricht der Kinder zu kaufen.

Zusätzlich organisiert SOS-Kinderdorf Italien Unterstützung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den SOS-Kinderdörfern, die hohen Belastungen ausgesetzt sind durch zusätzliche Schichten und Herausforderungen in der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen rund um die Uhr in den Einrichtungen sind und auch mehr und mehr Sorgen und Ängste entwickeln.

 

Vorbereitungen bei SOS-Kinderdorf in Österreich

Auch in Österreich bereitet man sich bei SOS-Kinderdorf vor. "Wir werden alle Kinder und Jugendlichen ab nächster Woche in unseren Einrichtungen betreuen", erklärt Christian Moser. "Die Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen werden die Kinder zu Hause unterrichten." Zusätzlich wird ein umfangreiches Freizeitprogramm auf den SOS-Kinderdorf-Arealen organisiert.

SOS-Kinderdorf hat auch die Arbeit in der mobilen Betreuung, bei der Familien in Krisensituationen in ihrem Zuhause betreut werden, angepasst. "Wir verlagern die Beratungen der Eltern soweit möglich auf Telefonate und digitale Medien", erklärt Moser."
 

Eine Kinderzeichnung zum Corona-Virus aus einem SOS-Kinderdorf in China. (Foto: SOS-Archiv)

 

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