SOS-Nothilfe – 24. Juli 2018

Nothilfe für Flüchtende

SOS-Kinderdorf Brasilien unterstützt flüchtende Familien aus Venezuela.

1,5 Millionen Menschen sind bisher aus Venezuela geflohen und suchen in den Nachbarländern Kolumbien und Brasilien Schutz vor Gewalt und Chaos. Täglich überqueren tausende Menschen die Grenzen nach Kolumbien oder flüchten nach Brasilien. 

 

SOS-Nothilfe gestartet

SOS-Kinderdorf Brasilien startet deshalb ein Nothilfeprogramm im Norden des Landes (Boa Vista und Pacaraima) mit folgenden Schwerpunkten:

  • Schutz und Aufnahme
    600 Menschen werden in den SOS-Kinderdörfern Goioêre and Igarassu aufgenommen.
     
  • Begleitung und Beratung
    Weitere 1.600 Personen erhalten Beratung und Begleitung in bestehenden Flüchtlingszentren (Zugang zu Sozialleistungen, Bildung, medizinischer Versorung, finanzielle Unterstützung, Portugiesisch-Unterricht für Kinder und Erwachsene, ...).

 

Auch die SOS-Kinderdörfer in Kolumbien planen bereits eine ähnliche SOS-Nothilfe für die Flüchtlinge aus Venezuela.

Helfen Sie mit

Unterstützen Sie die SOS-Nothilfe mit einer Spende oder mit einer Dorfpatenschaft in Goioêre und Igarassu.

Aktuelles Interview

Sergio Marques, der Verantwortliche für SOS-Kinderdorf Brasilien, erklärt im kurzen Interview die Bedürfnisse der Familien und wie die Organisation helfen will. 

Familien benötigen dringend einen Wohnraum und für Kinder und Jugendliche sollte vor allem die Bildung Priorität haben. Zudem ist es wichtig, dass die Erwachsenen einer Beschäftigung nachgehen, damit sie die Bedürfnisse der Familie befriedigen können.

Nahe der Grenze gibt es von der Regierung neun Anlaufstellen, die Soforthilfe leisten: Nahrungsmittel, Wasser und Unterkünfte etc. Dennoch erweist sich die Situation als schwierig, denn die Unterkünfte sind überfüllt.

Zurzeit gibt es keine registrierten Fälle von Kindern oder Jugendlichen, die allein in den Unterkünften in Boa Vista oder Pacaraima ankommen. Uns ist es wichtig, dass die Familien zusammenzuhalten, indem wir dafür sorgen, dass sie in einer adäquaten Unterkunft wohnen, Schulbildung erhalten und medizinisch versorgt sind. Gibt es trotzdem Fälle in denen Kinder getrennt werden, arbeiten wir mit den Behörden zusammen, um eine schnelle Wiedervereinigung zu ermöglichen.

Nach Boa Vista sind schätzungsweise 40.000 Venezuelaner geflohen. Das führt zu Reibungen. Deshalb nehmen wir in unseren SOS-Kinderdörfern in Goioerê und Igarassu 600 Menschen auf.

Wir glauben, dass die Unterstützung von Familien einen großen Beitrag zum Abbau von Spannungen leisten wird.

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