30 Jahre Kinderrechte – 08.11.19

Schülerinnen lassen Kinderrechte aufblühen

In einem wunderbaren Kunstprojekt lassen SchülerInnen der Schule Garamo in Hall in Tirol Kinderrechte im wahrsten Sinne des Wortes erblühen!

In einem Gemeinschaftsprojekt von SOS-Kinderdorf und der Schule Garamo (Garten, Raum, Mode) in Hall haben sich die Schülerinnen der dritten Klasse in ihrer Abschlussarbeit über Wochen intensiv mit dem Thema „Kinderrechte“ auseinandergesetzt und ein tolles Projekt umgesetzt: Sie haben Kinderstühle mit viel Herz, Hirn und besonderer Kreativität in „Kinderrechte-Stühle“ verwandelt und dabei ihre Gedanken und Botschaften zu 13 von ihnen ausgewählten Kinderrechten in kunstvollem Blumenschmuck und Design ausgedrückt. Die Ergebnisse sind sehr beeindruckend und wurden am 7. November in Innsbruck präsentiert. Und dann in mehreren Geschäften bis zum 20. November ausgestellt.

1989 haben die Vereinten Nationen die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet und 194 Staaten sie bis heute ratifiziert, sich also verpflichtet diese einzuhalten – auch Österreich. Jedes Jahr am 20. November, dem Internationalen Tag der Kinderrechte, wird seither in vielfältiger Weise auf das Thema aufmerksam gemacht und auch aufgezeigt, wo Kinderrechte nicht eingehalten werden und Kinder Opfer von Kinderrechtsverletzungen sind.

Info zum Projekt - KINDERRECHTE BLÜHEN AUF

Neben der fachlichen Kompetenz wird an der Tiroler Fachschule für Garten, Raum & Mode (Garamo) viel Wert auf den Ausbau sozialer und methodischer Kompetenz gelegt. Das war auch Ziel dieses Projektes: Kompetenzen miteinander zu verbinden und die komplexe Aufgabe in der Gruppe selbstständig ohne klare Anweisung der Lehrperson zu bewältigen. Mit dem fächerübergreifenden Projekt konnten die Floristinnen und Floristen des dritten Lehrjahrs ihre berufliche Handlungskompetenz beweisen, und sie wurden durch die Auseinandersetzung mit den Kinderrechten dazu angeregt ihre Einstellungen, Werte und Haltungen zu hinterfragen. Konkret war die Aufgabe, ein bestimmtes Kinderrecht floral – mit Hilfe eines Stuhls – zu interpretieren. Von der Planung über die Skizze bis zur Kalkulation der Werkstoffauswahl und -Menge arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in selbstständigen Arbeitsphasen und sollten dabei besonders auf Nachhaltigkeit Wert legen. Die technischen Unterbauten an den Stühlen wurden im Praxisunterricht gefertigt und in KW 45 mit Blumen vollendet, wobei die technischen und gestalterischen Anforderungen an ein floristisches Werkstück unbedingt zu berücksichtigen waren. Durch die Kooperation mit dem SOS-Kinderdorf und die gemeinsame Präsentation im Herzen Innsbrucks sollen die Lernenden die Möglichkeit haben, ihren Lehrberuf mit Stolz in der Öffentlichkeit zu zeigen.

Eva Baumann, Fachlehrerin

SOS-Kinderdorf freut sich über das Projekt und dankt allen Schülerinnen und Schülern sowie beteiligten Lehrpersonen und SOS-Kinderdorf Mitarbeitern/innen für ihr Engagement.


Es ist schön und wertvoll, wenn sich junge Menschen mit dem Thema Kinderrechte auseinandersetzen und damit ein starkes Signal und eine Botschaft in die Welt setzen: Gleiche Rechte und Chancen für alle Kinder!

Elisabeth Hauser und Nora Deinhammer
Geschäftsführerinnen SOS-Kinderdorf

 

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