Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei SOS-Kinderdorf

Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei SOS-Kinderdorf

Ein neu überarbeiteter Leitfaden für alle MitarbeiterInnen von SOS-Kinderdorf erklärt, was es braucht, was es bringt und warum es wichtig ist, junge Menschen mitentscheiden zu lassen. Von 11. bis 13. Februar 2015 haben sich bereits acht Beteiligungs-Beauftragte mit Jugendlichen ihres Standortes bei einem Workshop in Innsbruck intensiv damit beschäftigt. Der Erfahrungsaustausch startet jetzt!

„Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist ein Recht, und immer auch eine Gratwanderung. Aber genau diese Gratwanderung wollen wir im SOS-Kinderdorf: Kinder und Jugendliche und ihre Ideen, Wünsche und Sorgen sind uns wichtig. Wir hören zu, denken gemeinsam nach, unterstützen und bevormunden nicht. So haben auch Jugendliche an der Erstellung dieses Leitfadens mitgearbeitet. Wir Erwachsene wissen nicht immer im Vorhinein, was das Beste für Kinder und Jugendliche ist. Wir fördern die aktive Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in allen pädagogischen Prozessen und Entscheidungen, die ihr Leben betreffen. Das ist Beteiligung, ein Recht der Kinder und Jugendlichen.“
 
„Grundhaltung“, „vertrauensvolle Atmosphäre“, „altersgemäß“, „Zutrauen“, „aufmerksames Hinhören und Hinschauen“, „regelmäßige Besprechungen“, „aktiver Prozess von BetreuerInnen“ waren nur einige der Elemente von selbstgebastelten Definitionen von „Beteiligung von jungen Menschen bei SOS-Kinderdorf“. Acht Beteiligungs-Beauftragte haben mit Jugendlichen aus ihren Standorten bei einem Workshop in Innsbruck von 11. bis 13. Februar 2015 genau das gemacht: hingehört und miteinander geredet.

Beteiligungsbeauftragte sind MitarbeiterInnen, die gemeinsam mit ihrer Kinderdorfleitung einen besonderen Blick darauf haben und sensibilisieren, wie Beteiligung von Kindern und Jugendlichen genau in ihren Kinderdorf-Familien, Kinder- und Jugendwohngruppen, … gelingen kann. Da geht es zum Beispiel um den Essensplan, Schlafens- und Ausgehzeiten, die Handy- und Computer-Nutzung, die Kontaktgestaltung zur Herkunftsfamilie, Haare färben, Piercen und Tätowieren, Taschengeld, Ausbildung, Festgestaltung und so weiter. 

„Hinhören und mitreden!“

Lasst uns alle wissen, was Eure Best Practice-Beispiele sind, welche konkreten Vorhaben es für 2015 bei Euch gibt und wie Ihr vielleicht auch mit den Kinder- und Jugendanwaltschaften als „Externe Vertrauenspersonen“ zusammenarbeitet! „Hinhören und mitreden!“ - Los geht´s!

Elisabeth Schaffelhofer-Garcia Marquez, Netzwerk Kinderrechte Österreich
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