Ein besseres Klima für Kinder – 09.11.20

Bäume (ver)setzen im Kinderdorf

Während in Pinkafeld neue Bäume gepflanzt wurden, ist in Seekirchen eine alte Kastanie umgezogen.

Was schafft ein besseres Klima für Kinder? Na, Bäume im SOS-Kinderdorf! Deshalb ist uns der alte Kastanienbaum im SOS-Kinderdorf Seekirchen in den letzten 35 Jahren auch sehr ans Herz gewachsen. Aktuell sind wir in Seekrichen dabei das Dorf barrierefrei und noch grüner und nachhaltiger zu gestalten... Doch dort, wo demnächst für sieben Kinder im Alter zwischen 4 und 9 Jahren mehr Wohnraum mit barrierefreien Teilbereichen entstehen soll, stand bis vor Kurzwem unser stattlicher Kastanienbaum.

Dank des sozialen Engagements und eines großzügigen Geschenks von Baumspezialisten Josef Radauer wurde die 18 Meter hohe, und inklusive Wurzelballen 43 Tonnen schwere, Dorfkastanie an einen neuen Platz versetzt. Zukünftig wird sie die neue Begegnungsstätte im Dorfzentrum beschatten und weiterhin Sauerstoff für mindestens zehn Erwachsene, oder zwanzig Kinder produzieren.

Ein Baum hebt ab - Danke an das engagierte Team!

 

"So einen großen Baum zu verpflanzen ist mit viel Arbeit und besonderer Sorgfalt verbunden. Das funktioniert nicht im Hau-Ruck-Verfahren. Viele kleine, professionelle und achtsame Schritte sind notwendig, die dann letztendlich Großes bewegen", erklärt Josef Radauer. "Baumversetzungen mit Bäumen dieser Größe werden in Deutschland und Amerika gemacht. Die Versetzung der Kastanie des SOS-Kinderdorfs ist eine Österreich-Premiere." Nicht nur Corona ist ansteckend, sondern offenbar auch der Wille, Gutes zu tun. Auf die Anfrage des Unternehmers hin, waren rasch weitere regionale Firmen mit an Bord, die ihre Dienste für die Baumübersiedelung zur Verfügung stellten.

Großen Staunen: die neugieren Zaungäste beobachten das ungewöhnliche Geschehen. 

 

Zwei Tage lang wurde der etwa 35jährige Baum auf seinen Umzug vorbereitet. Um den 167 Zentimeter umfassenden Stamm herum wurde eine gut 20 Quadratmeter große und 1,30 Meter tiefe Fläche ausgegraben. In feinster Handarbeit der Wurzelstock freigelegt. Am dritten Tag, wurde die Naturschönheit mittels Kran der Firma Schweighofer spektakulär zu seinem etwa 150 Meter entfernten neuen Platz befördert und behutsam in das vorbereitete Erdloch eingesetzt. Damit alles gut anwächst muss der Baum mit unterstützenden Mikroorganismen geimpft werden und mit dem Aushub aus dem alten Standort bedeckt werden.

Baumnachwuchs in Pinkafeld

Und auch im SOS-Kinderdorf in Pinkafeld hat man sich in den letzten Tagen intensiv mit Bäumen befasst. Hier haben Groß und Klein in einer gemeinsamen Aktion eine ganze Reihe neuer Bäume verpflanzt und somit das ohnehin üppig grüne Kinderdorf weiter verschönert!

Alle packen fleißig mit an und machen das Kinderdorf noch grüner. 

 

Kinder sorgen sich ums Klima

Kindern und Jugendlichen ist die Umwelt und das Klima sehr wichtig. Das zeigen auch die Ergebnisse einer Umfrage, die das Institut für Jugendkulturforschung für uns kürzlich durchgeführt hat. Demnach machen sich 85 % der Kinder und Jugendlichen Sorgen um unseren Planeten. 80 % finden, dass Politik und Wirtschaft den Klima- und Umweltschutz nicht ernst genug nehmen. Als Kinderrechtsorganisation ist es unser Auftrag, gemeinsam mit jungen Menschen mehr Klimaschutz einzufordern und uns für Umwelt und Ressourcen einzusetzen, denn Klimaschutz ist Kinderschutz

 

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