16. November 2016 | Syrien

Syrien: Nothilfe in Aleppo gestoppt - Mitarbeiter evakuiert

Wegen der zunehmenden Gewalt in Aleppo hat SOS-Kinderdorf seine Nothilfe vorübergehend ausgesetzt. 15 Mitarbeiter und ihre Familien wurden nach Damaskus in Sicherheit gebracht. Bisher konnte durch die Nothilfe mehr als 25.000 Kinder und Erwachsene mit Nahrung und Kleidung in der umkämpften Stadt vesorgt werden.

"Die Entscheidung ist uns extrem schwergefallen“, sagt Alia Al-Dalli, Direktorin der SOS-Kinderdörfer im Nahen Osten. "Immerhin können wir die Menschen in der Stadt weiterhin mit frischem Wasser versorgen."

Ein Mitarbeiter, der trotz der gefährlichen Umstände in Aleppo geblieben ist, berichtet: "Die Sicherheitslage ist extrem schlecht. Viele Hilfsorganisationen haben bereits ihre Mitarbeiter evakuiert. Aber ich habe eine alte, kranke Mutter. Ich hatte Angst sie nach Damaskus zu bringen."

Al-Dalli betont, dass die SOS-Teams schnellstmöglich die Arbeit in Aleppo fortsetzen wollen: "Wir werden bald zurückkehren und die notleidenden Kinder und ihre Familien schützen."
 

Nothilfe in Damaskus und Libanon bleibt

"Wir versorgen weiterhin 200 Kinder und Jugendliche im SOS-Kinderdorf und Jugendwohngruppe in Damaskus", sagt Al-Dalli weiter. "340 Familien im Not und 240 gefährdete Kinder können wir über unsere Sozialzentren unterstützen. Wir hoffen, wir können blad auch in Tartous unsere Hilfe starten."

Die Nothilfe im Libanon ist ebenfalls aktiv. Dort werden weiterhin die Menschen mit dringend benötigten Hilfsgütern versorgt.
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