Grün wie die Hoffnung: Sujal lebt
4. Mai 2015

Grün wie die Hoffnung: Sujal lebt

Vater und Sohn sind für ein paar Wochen wieder vereint. (Alle Fotos: Zishaan Akbar Latif)

Heute hat sich vieles verändert im Leben des kleinen Sujal.

Noch vor fast einem Jahr, nach dem schweren Beben, hatte der kleine Junge einen schweren Schicksalschlag erlitten:


Der zweieinhalbjährige Sujal liegt auf einer Pritsche in einem Zelt des SOS-Nothilfecamps in Kavre. Sein linkes Beinchen ist durch die herabfallenden Trümmer seines Hauses in Sidhupalchowk gebrochen.

Sujal war mit seiner Mutter in ihrem Haus, als das Erdbeben Nepal erschütterte. Sujals ältere Brüder (9 und 11 Jahre alt) spielten im Freien. Das Haus fiel in sich zusammen und begrub Sujal und seine Mutter unter sich.

Seine Mutter war sofort tot. Sujal war am Leben, doch sein linkes Bein war in den Trümmern eingeklemmt. Seine Brüder waren im Chaos und in der Panik unauffindbar. Eineinhalb Tage musste er ohne Essen und Wasser neben seiner toten Mutter ausharren, bevor ein Bergungsteam zu ihm vordringen konnte.
 

Eine Jugendliche aus dem SOS-Kinderdorf Kavre kümmert sich um ein Baby im SOS-Notfallcamp. (Alle Fotos: Zishaan Akbar Latif)
Sujals Vater Raju arbeitet als Wachmann in Saudi Arabien. Als er vom Erdbeben erfuhr, wollte er sofort zu seiner Familie. Sein Arbeitgeber genehmigte ihm keinen Urlaub. "Ich war in großer Sorge um meine Familie und wollte sofort nach Nepal. Ich musste 40 Tage unbezahlten Urlaub nehmen, mein Ticket selber kaufen, aber ich hätte mich auch zu Fuß auf den Weg gemacht", erklärte Sujals Vater Rajul.

Sujal wurde nach 3 Tagen in das Notlager in Kavre verlegt. Jugendliche von SOS-Kinderdorf kümmern sich liebevoll um ihn, so gut das eben in einem Plastikzelt möglich ist. Sobald sein Beinchen besser verheilt ist kann er das Lazarett-Zelt verlassen und direkt im Child Friendly Space kindgerechter betreut werden.

Sein Vater Raju muss wieder zurück in die Arbeit: "Ich muss zurück, denn ohne Geld werde ich meine drei Söhne nicht ernähren können. Ich brauche jemanden der sich um sie kümmert.", bittet Raju.

In Sindhupalchowk sind ca. 90 % der Häuser dort zerstört. Das SOS-Nothilfe Camp in Kavre bietet Notunterkünfte für die Menschen vor Ort, ein Drittel davon Kinder. Sie haben nur das nackte Leben retten können und brauchen nun dringend Unterstützung!
 
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