27. September 2016

Mobile Familienarbeit in Eisenstadt

Wenn Familien aus verschiedenen Gründen vom Kurs abkommen, die Sicht verlieren und alles aus dem Ruder läuft, brauchen sie Orientierungshilfe, um wieder Fahrt aufnehmen zu können. Die Mobile Familienarbeit bietet diesen Familien Unterstützung an.

Susanne Maurer, Vizebürgermeister Günter Kovacs, Bürgermeister Thomas Steiner und Kinderdorfleiter Marek Zeliska bei der kleinen Eröffnungsfeier.

Ein Navigator in der Krise

"Die heutige Familienwirklichkeit hat sich sehr verändert. Druck von allen Seiten: Schule, Arbeit, Geld. Da reicht nur eine einzige zusätzliche Belastung, wie Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Todesfall und das fragile Gefüge bricht zusammen. Gewalt, Verwahrlosung, Vernachlässigung, Beziehungsprobleme, Suchterkrankung – die Palette ist breit. Wir unterstützen die Familien dabei, für ihre Kinder wieder da sein zu können. Sozusagen als Navigator.

Zunächst tritt die Jugendwohlfahrt mit SOS-Kinderdorf in Verbindung, in weiterer Folge arbeitet dann ein multiprofessionelles SOS-Kinderdorf-Team mit der jeweiligen Familie. Das heißt, die Familien werden vor Ort in ihren persönlichen Lebensräumen begleitet und unterstützt, mit dem Ziel, Hilfe zur Selbsthilfe werden zu lassen und den Erhalt der Familie zu sichern, um es gar nicht erst zur Fremdunterbringung kommen zu lassen.
 

"Kinder wollen und brauchen ihre Familie"

Seit rund 10 Jahren agiert MOFA (Mobile Familienarbeit) erfolgreich im Burgenland. Bis zu 60 Familien in allen Bezirken des Burgenlandes können begleitet werden, je nach Bedarf auch in der angrenzenden Steiermark.
Die Familie, in welcher Konstellation auch immer, ist für ein Kind die wichtigste Ressource. Kinder haben das Recht auf ihre leibliche Familie - auch wenn's für die Eltern, die Kinder und Jugendhilfe oder für uns manchmal schwer ist - die Kinder wollen und brauchen ihre Familie."
 

Neues Büro im Zentrum Eisenstadts

Am 26. September konnte das neue Büro für die mobile Familienarbeit am Domplatz 13, in Eisenstadt offiziell eröffnet werden, im Beisein von Marek Zeliska (SOS-Kinderdorf Pinkafeld), Susanne Maurer-Aldrian (SOS-Kinderdorf-Regionsleiterin), Bettina Horvath (Kinder-und Jugendhilfe), Bernadette Kalcher (Mobile Familienarbeit Bgld.)
 

Weiterführende Links

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