7. Oktober 2016

Hurrikan "Matthew" - Hilfe für die Ärmsten

Millionen Kinder vom Wirbelsturm betroffen. Keine Opfer und größeren Schäden in den SOS-Kinderdörfern. Alle Kinder wohlauf!

Nach Angaben der UNO sind 6 Millionen Haitianer vom Wirbelsturm betroffen.
Mit Windgeschwindigkeiten von 200 - 220 kmh traf der Hurrikan "Matthew" am Dienstagmorgen (gegen 1 Uhr nachts lokaler Zeit) auf Haiti. Meteorologen stuften den Wirbelsturm in die zweithöchste Kategorie ein. "Matthew" gilt als stärkster Hurrikan seit 52 Jahren. Vor allem der Südwesten des Landes ist stark betroffen. Bislang gibt es mehr als 1.000 Tote, viele Tausende mussten evakuiert werden. Starkregen hat zu schweren Überschwemmungen geführt – die Sorge vor gefährlichen Erdrutschen, aber auch dem Ausbruch von Krankheiten wie Cholera wächst. Öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Häfen oder Flughäfen sind vorerst geschlossen, die Kommunikation ist weitgehend zusammengebrochen.
 
Besonders schwer wurde der Südwesten Haitis getroffen.

Kinder wohlauf - Ein Dorf überschwemmt

Celigny Darius, Nationaler Direktor der SOS-Kinderdörfer in Haiti, berichtete, dass alle Kinder, Mütter und Mitarbeiter wohlauf sind. Zur Sicherheit bleiben die meisten Familien vorerst in ihren Häusern. Zwei der drei SOS-Kinderdörfer des Landes haben den Sturm weitgehend unbeschadet überstanden. Die Stadt Les Cayes jedoch ist stark betroffen: Auch einige Häuser im SOS-Kinderdorf und die SOS-Schule in Les Cayes wurden überschwemmt und Dächer beschädigt.
 
Straßen sind unpassierbar, Brücken wurden von den Wassermaßen weggerissen.

SOS-Hilfe für die Ärmsten

Haiti gilt als eines der ärmsten Länder. Viele Familien leiden wirtschaftlich noch immer unter den Folgen des schweren Erdbebens von 2010. Unzählige leben nach wie vor in Zelten oder notdürftig errichteten Hütten. Die SOS-Kinderdörfer begleiten derzeit im Rahmen ihrer Familienstärkungsprogramme rund 3.400 Familien, die in Slums und Armutssiedlungen leben.

SOS-Teams gehen nun in die betroffenen Gebiete, um das Ausmaß der Schäden zu eruieren und den Hilfsbedarf für Familien dort einzuschätzen. Lehrer und SOS-Mitarbeiter bereiten sich darauf vor, Menschen in Not in den SOS-Schulen aufzunehmen und versorgen zu können. In Absprache mit Celigny Darius werden erste Nothilfemaßnahmen wie die Bereitstellung von Medikamenten und Unterbringungsmöglichkeiten im SOS-Kinderdorf Santo geplant.

 

Weiterführende Links

/* pageName= Hurrikan "Matthew" - Hilfe für die Ärmsten pagePrefix= breadCrumb=Aktuelles / archiv 2016 / Hurrikan "Matthew" - Hilfe für die Ärmsten mainDomain=sos-kinderdorf.at langIdentifier=AT,de */