Hilfe mit Tradition:
20. April 2016

Hilfe mit Tradition

Krieg und die dramatischen Folgen für Kinder waren vor sieben Jahrzehnten Anlass für die Gründung von SOS-Kinderdorf und sind heute wieder ein Schwerpunkt der SOS-Kinderdorf-Arbeit.

Im April gibt es bei SOS-Kinderdorf einiges zu feiern. Am 25. April 1949 gründete Gmeiner mit einem Team junger Frauen und Männer in Innsbruck die „Societas Socialis“. Es war die Geburtsstunde von SOS-Kinderdorf und Startschuss für den Bau des ersten SOS-Kinderdorfes in Imst in Tirol.

Das Elend vieler Kinder nach dem Zweiten Weltkrieg war für Hermann Gmeiner Haupttriebfeder für die Entwicklung der SOS-Kinderdorf-Idee als Gegenmodell zur anonymen Verwahrung von Kindern in Waisenhäusern. Kinder sollten mt einer Mutter und Geschwistern in familiärer Geborgenheit und im Schutz einer Dorfgemeinschaft aufwachsen.

Heute spannt Gmeiners Lebenswerk einen humanitären Bogen über 134 Länder, quer über alle Religionen, Kulturen und Gesellschaften hinweg. In 573 SOS-Kinderdörfern und mehr als 700 SOS-Jugendangeboten haben mehr als 80.000 Kinder und Jugendliche ein stabiles und liebevolles Zuhause. Über eine Million junge Menschen und ihre Angehörigen werden durch Sozial- und Bildungsangebote, medizinische Programme und Nothilfeaktivitäten unterstützt.

Am 26. April 1986 verstarb Hermann Gmeiner im Alter von 66 Jahren in Innsbruck und wurde auf eigenen Wunsch im SOS-Kinderdorf Imst begraben. Dieses Jahr jährt sich sein Todestag zum 30. Mal. Aus diesem Anlass findet in seinem Geburtsort Alberschwende eine Gedenkfeier statt.

Vom Zuhause für Kriegswaisen zum Zuhause für minderjährige Flüchtlinge

Seit 15 Jahren betreut SOS-Kinderdorf in Österreich in zwei Projekten in Salzburg und Hall in Tirol unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, neue Plätze werden in ganz Österreich laufend geschaffen. Damit steht SOS-Kinderdorf, wie damals beim Start in Imst, wo 40 Kriegswaisen ein neues Zuhause fanden, sechs Jahrzehnte später vor einer ähnlichen Herausforderung.
Wie damals haben auch diese Kinder und Jugendlichen durch Krieg Schlimmes erlebt, ihre Familie verloren oder sind völlig auf sich allein gestellt „als Kriegswaisen von heute“ in Österreich angekommen. Aktuell sind österreichweit 278 junge Flüchtlinge in SOS-Kinderdorf-Betreuung, was nur dank privater Spenden möglich ist.
 
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