Dürre in Äthiopien
25. März 2016

Dürre in Äthiopien

Mehr als 300.000 unterernährte Kinder brauchen Hilfe

Äthiopien leidet unter der schlimmsten Dürre seit Jahrzehnten. Mehr als 10 Millionen Menschen brauchen dringend Nahrungsmittel, 300.000 Kinder gelten als unterernährt. 

Wasser war immer schon ein kostbares Gut in Äthiopien: SOS-Kinderdorf Addis Abeba im Jahr 2013. Foto: Michela Morosini

Ländliche Gebiete trifft die Dürre noch härter als urbane Regionen. Doch auch Programme von SOS-Kinderdorf, die vor allem in stadtnahen Gebieten liegen, sind betroffen. Das SOS-Kinderdorf Harar ist rund 50 Kilometer entfernt von den Distrikten, die am schlimmsten von der Dürre und den damit verbundenen steigenden Lebensmittelpreisen betroffen sind. SOS-Mütter in verschiedenen Dörfern erzählen, dass die Preise zunehmend steigen und manche Güter gar nicht mehr erhältlich sind. 

Weite Teile Ost- und Südafrikas betroffen

Auch in Swasiland ist Wasser extrem knapp, wie Dudu Dlamini, Direktor von SOS-Kinderdorf vor Ort, erklärt: "Wir haben keinen Damm und kein Reservoir mehr, das nicht ausgetrocknet ist. Wasser ist rationiert und sogar die Notversorgung durch Tankwagen wurde gestoppt. Die Menschen in Swasiland sitzen buchstäblich auf dem Trockenen."

Die Regierung des Landes hatte vor einem Monat den nationalen Notstand ausgerufen. Sie reihen sich damit in die lange Reihe der süd- und ostafrikanischen Staaten ein, die von einer anhaltenden Dürre und Missernten durch das Wetter-Phänomen El Nino betroffen sind. Eine Millionen Kinder, schätzen die Vereinten Nationen, seien bereits stark unterernährt.

So hilft SOS-Kinderdorf 

SOS-Kinderdorf Äthiopien bildet gemeinsam mit den Vereinten Nationen und der Regierung eine Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Dürrekatastrophe. Oberstes Ziel ist, die von Mangelernährung bedrohten Kinder zu schützen und 13.000 Menschen im besonders betroffenen Distrikt Hararghe zu erreichen. 
 
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