Balkanroute: Flüchtlinge warten im Matsch auf politische Lösung
10. März 2016

Balkanroute: Flüchtlinge warten im Matsch auf politische Lösung

Unerträgliche Zustände an den Grenzen

Balkanroute faktisch gesperrt


Die Grenzen von Slowenien, Kroatien, Serbien sind nur noch durchlässig für Flüchtlinge mit gültigen Visa und Pässen. Damit verschärft sich die Lage für die gestrandeten Menschen. Während Kinder und Familien an Grenzübergängen wie im griechischen Idomeni seit Tagen im Matsch in Zelten ausharren und auf eine Weiterreise hoffen, hat Ungarn den Krisenzustand ausgerufen und lässt Panzer rollen.

Kinder, die vor Krieg und Zerstörung fliehen mussten stehen nun vor der nächste Hürde: den europäischen Grenzen. Foto: Katerina Ilievska

"Ich habe viele Frauen und Kinder an der mazedonisch-serbischen Grenze gesehen. Kaum ein Kind, das nicht hustete. Durch den starken Regen ist hier überall Matsch und es ist sehr kalt. Lange können die Menschen das hier in unbefestigten Unterkünften nicht aushalten", sagt SOS-Mitarbeiterin Katerina Ilievska, die die vergangen Tage vor Ort war.

SOS-Helfer versorgen Kinder und Familien


SOS-Mitarbeiter verteilen an den Grenzen Winterkleidung, Rettungsdecken, Babynahrung und Schokolade für Kinder und Familien. Gleichzeitig betreuen sie Familien in unserer Notunterkunft  im mazedonischen Tabanovce.
Aktuell warten allein an der mazedonisch-serbischen Grenze gut 1500 Menschen auf die Weiterreise. "Die Polizei rechnet damit, dass die Flüchtlinge aus Verzweiflung die Grenzen stürmen", berichtet Ilievska.

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