Präsident Siddhartha Kaul
23. Juni 2016

20. Generalversammlung von SOS-Kinderdorf International in Innsbruck

Mehr als 400 Menschen aus 134 Ländern/Territorien nehmen vom 23. bis 25. Juni im Congress Innsbruck an der Generalversammlung von SOS-Kinderdorf International teil. Die Delegierten werden über die Strategie abstimmen, welche die Organisation bis ins Jahr 2030 führt. Die Strategie soll das Kernbekenntnis der Organisation zur Betreuung und zum Schutz von Kindern unterstreichen und zusätzlich darauf abzielen, die Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen zu verbessern und ihre Beteiligung an Entscheidungen, die ihr eigenes Leben betreffen, stärken.

 
Helmut Kutin, (Präsident bis 2012), Vizepräsidentin Dr. Gitta Trauernicht (Deutschland), Präsident Siddhartha Kaul (Indien). Fotos © SOS-Kinderdorf
Die Generalversammlung wird der grundlegenden Betreuung und Unterstützung, die wir Kindern und Familien seit der Gründung 1949 in Innsbruck inzwischen weltweit bieten, Nachdruck verleihen", sagt Siddhartha Kaul, Präsident von SOS-Kinderdorf International. "Ebenso wird sie richtungsweisend für die Bewältigung neuer humanitärer Herausforderungen sein und dazu beitragen, den Bedürfnissen junger Menschen gerecht zu werden. Wir müssen sicherstellen, dass junge Menschen an der Gestaltung ihrer Zukunft maßgeblich mitwirken können und Chancen auf Bildung und Arbeit haben."

Die Generalversammlung findet alle vier Jahre statt. Seit der letzten 2012 hat SOS-Kinderdorf die Betreuung für Kinder und Familien, die von Naturkatastrophen, Konflikten und humanitären Krisen wie beispielsweise der europäischen Flüchtlingskrise betroffen sind, deutlich ausgebaut. "Wir haben eine unmissverständliche Verantwortung, die Betreuung Not leidender Kinder zu gewährleisten, ihre Rechte zu verteidigen und dabei zu helfen, Familien in Krisen zu stärken", betont Präsident Kaul.
 

Geflüchtete Kinder im Fokus

"Drei Tage vor der Generalversammlung findet der Weltflüchtlingstag (20.6.) statt. Und die Hilfe für geflüchtete Kinder, Jugendliche und Familien steht auch im Zentrum vieler Nothilfeprogramme. Letztes Jahr hat SOS-Kinderdorf im Rahmen von 24 humanitären Einsätzen in 22 Ländern vielen jungen Menschen und Familien Schutz und Hilfe gewährt sowie Nothilfe und Unterstützung inkl. der Betreuung unbegleiteter, von ihren Familien getrennter Kinder in noch mehr Ländern geleistet.
 

Neue Nothilfeprogramme für 2016

In diesem Frühjahr startete SOS-Kinderdorf neue Nothilfeprogramme, um den Opfern der Dürre in Äthiopien und beim Wiederaufbau nach dem Beben in Ecuador zu helfen. Die Nothilfeprogramme für die Opfer der Ebolakrise in Westafrika, im nepalesischen Erdbebengebiet und in den Konfliktgebieten der Zentralafrikanischen Republik, im Niger und in der Ukraine wurden fortgesetzt.

Über SOS-Kinderdorf International

SOS-Kinderdorf ist die größte Nichtregierungsorganisation, deren Hauptanliegen darin besteht, Kinder, welche die elterliche Fürsorge verloren haben, und gefährdete Familien zu unterstützen. Die Organisation wurde 1949 in Innsbruck und Imst gegründet, umfasst derzeit mehr als 2.300 Programme und erreicht damit mehr als eine Million Kinder und Erwachsene in 134 Ländern und Territorien. 
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