Nothilfe Ukraine – 18.03.22

Ankommen lassen

Die ersten geflüchteten Familien sind in SOS-Kinderdorf Einrichtungen in Österreich angekommen. Weitere Plätze stehen bereit.

Seit drei Wochen herrscht in der Ukraine Krieg. Bereits fünf Millionen Menschen mussten ihr Zuhause verlassen und befinden sich innerhalb oder bereits außerhalb der Ukraine auf der Flucht, davon über 500.000 Kinder. Auch in Österreich kommen täglich Menschen an den Bahnhöfen an, die aus ihrer Heimat in der Ukraine fliehen mussten.

SOS-Kinderdorf in Österreich hat bei Ausbruch des Krieges umgehend gehandelt und Kapazitäten für geflüchtete Familien aus der Ukraine geschaffen. Insgesamt ist man bereit schnell und unkompliziert 50 Familien in Österreich unterzubringen. Gleichzeitig  werden in Wien, Niederösterreich und Salzburg aktuell Gastfamilien gesucht und weitere Unterbringungsoptionen geprüft. Freie Kapazitäten wurden, wie auch in Tirol und Kärnten bereits den Behörden gemeldet.

Erste Geflüchtete bereits untergebracht

Die ukrainischen Kinder und ihre Betreuerinnen beim ersten gemeinsamen Essen in Pinkafeld. Nun dürfen sie erst mal in Ruhe ankommen.

 

  • Im SOS-Kinderdorf Pinkafeld im Burgenland fanden drei Pflegefamilien mit 13 Kindern Zuflucht. SOS-Kinderdorfleiter Marek Zeliska: "Die ersten Familien aus der Ukraine sind bereits in Pinkafeld angekommen. Wir waren schon bei Ärzt*innen, im Kleiderladen und manche haben bereits nach der Kirche gefragt. Wir erleben sie alle als sehr aufgeschlossen, herzlich und äußerst dankbar. Nun wollen wir sie ankommen und lassen und natürlich hier und da in Aktivitäten im SOS-Kinderdorf miteinbeziehen.“
     
  • In der Steiermark konnten Kinder aus ukrainischen Heimen gemeinsam mit ihren Betreuer*innen gut untergebracht werden, sagt SOS-Kinderdorfleiter Alfred Gross: "Am Montag sind hier in Graz 20 Personen angekommen. 16 Kinder, im Alter von zwei bis 17 Jahren und sechs Betreuerinnen. Alle Jugendlichen hier bei uns im Jugendhaus von SOS-Kinderdorf haben mit angepackt, mitgeholfen und unsere Neuankömmlinge mit Freude und Neugier erwartet. Wir haben viele Freiwillige, die uns unterstützen, vor allem im Sprachlichen. Als ersten Schritt waren wir Kleidung besorgen, und Lebensmittel einkaufen. Die Menschen haben ihre eigene Küche und können kochen. In der Spieleecke tummeln sich die Kinder. Auch im SOS-Kinderdorf Stübing stehen wir mit 7 Plätzen bereit."
     
  • In Wien wurden zwei Familien aufgenommen und im Tageszentrum der Caritas in der Nähe des Hauptbahnhofs eine Kinderzone errichtet, in der Kinder auf der Durchreise eine kleine Verschnaufpause einlegen können. „Kinder haben das Recht darauf Kind zu sein und diese Kinderschutzzone soll ihnen dieses Recht zumindest kurzfristig zurückgeben“, so Nora Deinhammer, Geschäftsführerin von SOS-Kindedorf.
     
  • In Tirol sind am 23. März über 100 Kinder mit ihren Betreuer*innen angekommen. "Die Landesbehörden haben auf direktem Wege bei uns angefragt, ob wir bei der Betreuung dieser Kinder federführend unterstützen können. Es freut mich sehr, dass es gelungen ist, alle Kräfte zu bündeln und in kürzester Zeit Räumlichkeiten und entsprechende Rahmenbedingungen für die Aufnahme der Kinder zu schaffen", so Christian Moser. 

Übersicht über die Nothilfe von SOS-Kinderdorf

Die SOS-Nothilfe in der Ukraine wird bis zu 500.000 Kinder und Familien erreichen, in der Ukraine, in den Nachbarländern und in Österreich.

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