Hoher Besuch bei Minerva

Staatssekretärin Muna Duzdar ist vom Bildungsprogramm Minerva überzeugt und motivierte die jungen Mädchen und Burschen zum Lernen für ihre selbstbestimmte Zukunft.

Etwas nervös waren die Schülerinnen und Schüler des Minerva-Nachmittagskurses schon am vergangenen Freitag. Schließlich hatte sich hoher Besuch aus dem Bundeskanzleramt angesagt. Als die Staatssekretärin Muna Duzdar und der Landesgeschäftsführer der Salzburger SPÖ Hannes Matthes eintrafen, war davon aber nichts mehr zu spüren.

Nach einem kurzen Austausch mit Salzburgs Standortleiter Wolfgang Arming und Minerva-Leiterin Waltraud Krassnig, bei dem es um die SOS-Kinderdorf Kernbotschaften zum Thema Gleichbehandlung für alle Kinder und Jugendliche und das Konzept des Bildungsprogramms Minerva ging, konnten der Regierungsbesuch gleich in den laufenden Unterricht einsteigen. Auf dem Deutsch-Lehrplan stand die Lektion "Im Restaurant", die von den jungen Damen und Herren mit Bravour und einer herzerfrischenden Portion Humor gemeistert wurde. So war das Eis schnell gebrochen und bei der folgenden Vorstellungsrunde erzählten die Jugendlichen, woher sie stammen, wie lange sie schon in Österreich sind und sprachen über ihre Erfahrungen und Zukunftsperspektiven.


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Das Wichtigste sind Bildung und Freunde

Ein freudiges Raunen ging durch die kleine Gruppe, als Muna Duzdar verriet, dass sie neben Deutsch auch Arabisch spricht. "Es ist schön zu sehen, wie engagiert ihr alle bei der Sache seid", lobte die Staatssekretärin. Sie selbst ist in Österreich geboren, ihre Eltern stammen aus Palästina. Deshalb konnten sie ihr beim Lernen nicht helfen und sie habe selbst erfahren, wie schwierig das ist. "Bildung und Freunde sind wichtig", so Duzdar. "Ich bin begeistert, dass ihr beides hier finden könnt, und möchte Euch motivieren, Euch anzustrengen. Ich bin überzeugt, dass ihr es schaffen könnt."
 

Ein wertvolles Programm

"Wir sind stolz auf Minerva und unsere Schülerinnen und Schüler", lobte Wolfgang Arming die Jugendlichen und das engagierte Minerva-Team. "Wir freuen uns schon jetzt auf die Zeugnisvergabe am 31. Juli und auf die zukünftigen Erfolgsgeschichten, die wir oft über die Absolventen erzählen können. Wir wünschen uns sehr, diese wertvolle Arbeit auch in Zukunft so fortsetzen zu können", so Arming weiter. Denn die Plätze der Nachmittagsgruppe sind noch nicht gesichert.
 

Es braucht mehr Plätze

Minerva wurde 2008 gestartet und ist seit 2012 in der "Initiative Erwachsenenbildung" akkreditiert. Bis August 2015 förderten das Land Salzburg und das BMBF die Maßnahme. Seit September 2015 werden zwei Parallel-Gruppen von ESF/BMBF/Land Salzburg gefördert. Im Jahrgang 2015/16 kamen zu den bestehenden 24 Plätzen weitere 12 Plätze hinzu. Diese wurden zuerst vom Land gefördert und anschließend vom Bildungsministerium. Für den kommenden Jahrgang (2017/18) gibt es allerdings noch keine Förderzusagen für diese Erweiterungsgruppe und deshalb ist ihr Fortbestand noch nicht gesichert. Das betrifft eben genau jene Schüler der Nachmittagsgruppe.

"248 Plätze hat Minerva in über acht Jahren zur Verfügung gestellt und somit vielen jungen Menschen mit Migrationshintergrund den Weg in eine selbstbestimmte Zukunft geebnet. Die Wartelisten sind lang und mehr Plätze sind notwendig", gab auch Waltraud Krassnig die Zukunftswünsche in Richtung Bundesregierung weiter, die von Muna Duzdar wohlwollend zu Kenntnis genommen wurden mit dem Versprechen, uns im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu unterstützen.
 

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