Mahdi Alizada trifft Heinz Fischer

Seit einem Jahr lebt Mahdi Alizada aus Afghanistan in der SOS-Kinderdorf WG für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Landskron. In der vergangenen Woche hatte Mahdi die besondere Gelegenheit, Heinz Fischer zu begegnen und ihm Danke zu sagen.

LH Peter Kaiser, Mag. Melitta Trunk (HAK Villach), Mahdi Alizada, Bundespräsiden AD Heinz Fischer, Linda Obuchanova, Prof. Dr. Dr.h.c. Gerda Fröhlich (von links nach rechts)
"Nach einem langen Fluchtweg, über viele Berge und Meere bin ich allein ohne meine Familie nach Österreich gekommen. Ich bin sehr froh, dass ich hier meine Heimat gefunden habe und eine neue Kultur kennenlernen darf und dass ich hier eine gute Ausbildung an der Wirtschaftsakademie erleben darf. Und Sie Herr Bundespräsident Dr. Heinz Fischer stehen sehr ehrlich und glaubwürdig für das offene, tolerante, herzliche Österreich für Menschenrecht und Chancen und die Möglichkeit für Menschen aus anderen Ländern. DANKE.“

Anlass war die höchste Auszeichnung des Landes Kärnten, der "Kärntner Landesorden in Gold", der in der vergangenen Woche dem früheren Bundespräsidenten Heinz Fischer verliehen wurde. Gleichzeitig wurde Fischer auch der "Europaeus 2016" verliehen. Die ehemalige Intendantin des Carinthischen Sommers, Gerda Fröhlich, hielt die Laudatio, thematisierte auch die Flüchtlingspolitik und holte sich dafür zwei junge Leute ins Podium, die erzählten, wie sie als Flüchtlinge nach Kärnten kamen, hier Hilfe erfuhren, Deutsch lernten und eine Schulausbildung begannen. Einer von ihnen war Mahdi Alizada aus Afghanistan. Unter der Obhut von SOS-Kinderdorf hat er ein neues Zuhause gefunden und besucht erfolgreich die Wirtschaftsakademie Villach.

Nicht nur Heidemarie Stuck, Pädagogische Leiterin der umF-WG Landskron ist stolz auf Mahdi. "Unser Mahdi hatte einen sehr beeindruckenden Auftritt, der ihm viele Gratulationen auf höchster Ebene einbrachte. Sein Deutsch ist wirklich klasse. Sein Auftritt war aber auch ein großer Erfolg für alle unbegleiteten minderjährigen Jugendlichen, da Mahdi zeigen konnte, was "man" in einem Jahr alles erreichen kann.“

Mahdi Alizada aus Afghanistan ist einer von rund 300 jungen Flüchtlingen ohne Eltern, die das SOS-Kinderdorf österreichweit betreut. Nicht alle Kinder und Jugendlichen, die nach Österreich gekommen sind, haben so ein Glück wie Madhi. Hinter seinem Glück steht sein starker Willen, aber auch viel Engagement rund um das Team von Heidemarie Stuck und einem guten wohlwollenden Netzwerk.

"Ich blicke mit einem weinenden und einem lächelnden Auge auf den Schulstart zurück. Das lächelnde Auge blickt ganz stolz auf die Tatsache, dass von unseren 15 Jugendlichen 14 in Schulen untergebracht werden konnten. Das weinende sieht auf alle anderen Jugendlichen, die es nicht geschafft haben. Das Sprichwort "Wenn man will, geht alles" trifft in diesen Fällen nicht zu, denn viele dieser Jugendlichen WOLLEN und bemühen sich, doch sie DÜRFEN nicht. Die meisten leben noch immer in Massenquartieren, haben keine Aufgabe, keine Ausbildung. So kann Integration nicht funktionieren. Unser Mahdi ist durchgekommen. Er ist auf einem guten Weg."
 

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