Musterschülerin Aida

Aida ist eine sehr gute Schülerin. Der beschwerliche Weg zur Schule ist für sie kein Hindernis; im Gegenteil – fröhlich, lachend und immer rechtzeitig sitzt sie auf der Schulbank und lauscht aufmerksam dem Lehrer.

"Aida geh nach Hause!"

Doch eines Morgens war alles anders. Statt die Hausaufgaben abzufragen, die Aida immer besonders sorgfältig vorbereitet hatte, nahm der Lehrer ihr Heft und warf es aus dem Fenster. Dann packte er sie und setzte sie vor die Tür. „Geh nach Hause Aida! Sag deiner Mutter, dass du in dieser Schule nichts mehr verloren hast!“ Aida stand versteinert da. Die schallende Ohrfeige des Lehrers holte sie in die Realität zurück. Weinend packte sie ihre Sachen und lief nach Hause

Aida mit ihrer Betreuerin aus dem SOS-Kinderdorf. Foto: (c) Fabian Haider

Das Überleben der Familie hat Vorrang

Ihre Mutter hat diesen Tag schon mit Sorge kommen sehen: Nach den Ernteausfällen der letzten Jahre war das Familienvermögen stetig geschrumpft. Und wenn sie auch selbst auf alles verzichtete, musste sie das wenige Geld für Essen ausgeben. Es ging um das Überleben der ganzen Familie. Da blieb kein Cent übrig für einen Schulbesuch.

Aida begann bei den Nachbarn kleinere Gelegenheitsarbeiten zu verrichten, um zum Familieneinkommen beizutragen. Ihre Schulhefte holte sie jeden Tag hervor, strich behutsam über die Seiten und malte mit dem Finger die Buchstaben nach.
 

Ein Augenblick der alles veränderte

Über eine Gemeindemitglied, das auf die arbeitende Aida aufmerksam wurde, wurde die Familienstärkung von SOS-Kinderdorf kontaktiert. So nahm das Schicksal von Adia eine Wende. Seit wenigen Monaten wird Aida und ihre Familie von SOS-Kinderdorf unterstützt. 

Aida mit ihrer Familie vor dem Haus. Foto: (c) Fabian Haider

Wie kann Aida die Schule fortsetzen?

Gemeinsam wurde analysiert, was die Familie jetzt sofort braucht und was notwendig ist, um die Familie auch langfristig abzusichern. Wie Mutter und Vater unterstützt werden können, damit die Kinder Schule besuchen und die Chance bekommen, sich aus der Armutsfalle zu befreien. Einmal im Monat kommt die Familienhelferin und beurteilt die Entwicklung.

Aida bekommt davon nichts mit! Sie besucht wieder ihre Schule und ist überglücklich. Mit ihrem Fleiß, ihrer Begabung und ihrer fundierten Ausbildung hat sie alle Bausteine für eine eigenständige und selbstbestimmte Zukunft.

Interviews

 
Ein gebildetes Mädchen ist eine gebildete Familie

Vickie, unsere Kollegin aus Uganda, hat uns eine kurze Nachricht geschickt, warum sie es wichtig findet, dass auch Mädchen in die Schule gehen. Wir wollen 200 Mädchen in Uganda helfen, dass sie die Schule besuchen können.

Posted by SOS-Kinderdorf on Dienstag, 5. Juli 2018

 

 
Grüße aus Uganda

Schüler und Schülerinnen aus der Butebe Primary School schicken Grüße nach Österreich

Posted by SOS-Kinderdorf on Dienstag, 3. Juli 2018
 
Mädchen in die Schule!

In Uganda werden Mädchen oft viel zu früh verheiratet, müssen arbeiten und sind für den Haushalt zuständig, anstatt in die Schule zu gehen. Ohne Chance auf Bildung haben sie keine Chance auf eine Zukunft.

Posted by SOS-Kinderdorf on Samstag, 30. Juni 2018

 

SOS-Familienstärkung in Uganda

Alle vier SOS-Kinderdörfer in Kakiri, Entebbe, Gulu und Fort Portal werden durch Familienstärkungsprogramme ergänzt. Die Programme sollen Kindern ermöglichen, bei ihren Familien zu bleiben.

Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf direkt mit den Familien, den jeweiligen Gemeinden, sowie anderen Organisationen mit ähnlichen Zielen und Prioritäten zusammen und stärkt Familien so in ihren Fähigkeiten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern, um effizienter und nachhaltiger agieren zu können.

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Schule in Uganda

Uganda hat in den letzten Jahrzehnten stark in sein Bildungssystem investiert. So betreibt der Staat den Ausbau der schulischen und universitären Infrastruktur und subventioniert Schulbildung. Offiziell ist Bildung in öffentlichen Schulen frei zugängig, in der Realität fallen für Familien aber dennoch Gebühren an. Dazu zählen Zahlungen für Schulmöbel, Unterrichtsmaterialen und Essen. Für tausende Familien ist Schuldbildung für die Kinder deshalb nicht leistbar. Freie Bildung gibt es somit nur in der Theorie.

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SOS-Kinderdorf Entebbe
  • 1 SOS-Kinderdorf: 12 SOS-Familien für 115 Kinder
  • 1 SOS-Jugendeinrichtung: 35 Jugendliche
  • 1 SOS-Kindergarten: 161 Kinder
  • 1 medizinisches Zentrum
  • 1 Sozialzentrum/Familienstärkungsprogramm: 208 Familien, 1.034 Begünstigte

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Kinderdorf Fort Portal Uganda

SOS-Kinderdorf Fort Portal
  • 1 SOS-Kinderdorf: 12 SOS-Familien mit 115 Kindern
  • 1 SOS-Kindergarten: 88 Kinder
  • 1 Sozialzentrum/Familienstärkungsprogramm: 301 Familien,1.203 Begünstigte
     

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