15 Jahre nach dem Tsunami – 23.12.19

Hilfe von SOS-Kinderdorf wirkt nachhaltig

Blick zurück auf das größte Nothilfeprogramm in der Geschichte von SOS-Kinderdorf

Ein verheerender Tsunami traf am 26.12.2004 die Küstenregionen des Indischen Ozeans, zerstörte ganze Landstriche und riss komplette Dörfer mit sich. Ein Drittel der rund 230.000 Toten war laut UNICEF Kinder.

 

 


Die langjährige Präsenz von SOS-Kinderdorf in den betroffenen Ländern sowie die großartige Unterstützung unzähliger Spenderinnen und Spender ermöglichte es uns damals, verzweifelten Kindern und Familien schnelle und umfassende Hilfe zu leisten.

Christian Moser
Geschäftsführer SOS-Kinderdorf

In der Zeit nach dem Tsunami entstand das größte Nothilfe- und Wiederaufbauprogramm der Geschichte von SOS-Kinderdorf.

Mittagessen im SOS-Kinderdorf Nagapattinam in Indien. Foto: Firoz


In Thailand, Sri Lanka, Indonesien und Indien wurde rasche Soforthilfe geleistet und langfristige Projekte umgesetzt. 15 Jahre nach dem Tsunami zieht SOS-Kinderdorf noch einmal Bilanz: Soforthilfe für 4.500 Familien mit 23.000 Kindern und Erwachsenen, 11 Kindertagesstätten für 1.800 Kinder, 343 Fischerboote für 1.120 Familien, Notunterkünfte für 1.370 Menschen, Wiederaufbau von 2.200 zerstörten Häusern, von zwei Schulen und 18 Mehrzweckzentren sowie 6 neue SOS-Kinderdörfer.

8,5 Millionen Euro Spenden aus Österreich

Unzählige Spenderinnen und Spender, Unternehmen und öffentliche Stellen (u.a. die Länder Tirol und Steiermark sowie die Städte Innsbruck und Graz) sowie 13.000 Tsunami-Patinnen und -Paten aus Österreich spendeten 8,5 Millionen Euro für Projekte in Sri Lanka, Thailand, Indonesien und Indien. Diese großartige Unterstützung der österreichischen Bevölkerung, Privatwirtschaft und öffentlichen Hand, hat es ermöglicht, so umfassende Nothilfeprojekte auf die Beine zu stellen. 

Buben lernen im SOS-Kinderdorf Puket. Foto: SOS-Archiv. 


Nach der akuten Nothilfe wurden von Österreich aus vor allem der Wiederaufbau von zerstörten Fischerdörfern, Gemeinde- und Sozialzentren und Kindergärten sowie der Bau dreier neuer SOS-Kinderdörfer (von insgesamt sechs) mitfinanziert.
 

Sri Lanka: Zwei Dörfer neu aufgebaut

Ein Beispiel für ein umfassendes Wiederaufbauprogramm sind die Fischerdörfer Kayankerni (264 Häuser) und Komari (677 Häuser) in Sri Lanka. Die Arbeit dort, die von Österreich mitfinanziert wurden, war besonders schwierig: Politische, teils blutige Auseinandersetzungen, Grundstücks- und Interessenskonflikte, sich ständig ändernde gesetzliche Auflagen, haben die Arbeit vor Ort extrem gefährdet und verzögert. Trotzdem konnte SOS-Kinderdorf vielen Familien nachhaltig helfen und leistete neben dem Wiederaufbau der Häuser einen wesentlichen Beitrag zur Wiederherstellung der Infrastruktur (Verkehrswege, Kanalisation, Wasser, Strom). 

 

Ein Mädchen sperrt die Tür zu ihrem neuen Zuhause in Kayankerni, Sri Lanka auf. Foto: SOS-Archiv


Betroffene bekamen neue Boote, Netze oder finanzielle Starthilfe für den Aufbau einer neuen Existenz. Neun Sozialzentren, sechs Kindertagesstätten und drei Familienstärkungsprogramme mit Fokus auf Ernährung, Gesundheit, Ausbildung und pädagogische Begleitung wurden ins Leben gerufen.

 

Weltweite Nothilfe

Damit SOS-Kinderdorf bei akuten Krisen schnell und zielgerichtet helfen kann, planen und koordinieren die KollegInnen die Nothilfe vor Ort mit allen notwendigen Maßnahmen.

Für diese rasche und unbürokratische Hilfe benötigen wir Spenden, die wir genau dort einsetzen können, wo sie am dringendsten benötigen werden. 

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