Mittelverwendung

Mittelverwendung mit Kontrolle des Spendengütesiegels

Rund 850.000 Familien in Österreich tragen durch ihre Spendenbeiträge die Arbeit der SOS-Kinderdörfer für sozial benachteiligte junge Menschen.

Die Hunderttausenden "stillen und privaten HelferInnen" sind die starke Basis für die SOS-Kinderdorf-Arbeit in Österreich. Von ihnen stammten 2014 knapp 39,9 Prozent aller Mittel, der Rest sind Beiträge der öffentlichen Hand (Familienbeihilfen, Tagsätze und Refundierungen). Weitere Informationen dazu finden Sie im aktuellen Jahresbericht.

Spendengütesiegel


SOS-Kinderdorf ist bereits 2001 mit dem Spendengütesiegel ausgezeichnet worden!

 

Selbstverpflichtung von NPOs

Generell ist es so, dass der Umgang mit Spendengeldern nicht vom geltenden Vereinsrecht geregelt wird. Um hier eine brauchbare Regelung zu entwickeln, wird der Staat noch Jahre brauchen. Was lag also näher, als dass die Non-Profit-Organisationen eine freiwillige Selbstverpflichtung schufen. Diese liegt in Form des "Spendengütesiegels" (NPO-Gütesiegel) vor.

 

Das Spendengütesiegel setzt Standards

Das österreichische Spendengütesiegel gibt Standards für Non Profit Organisationen in der Spendenmittelaufbringung und Spendenmittelverwaltung vor. Es gibt damit ein System von strengen, objektiven, nachvollziehbaren und für eine außenstehende Person überprüfbaren Kriterien, nach denen beurteilt werden kann, dass eine Spendenorganisation zu Recht das Vertrauen der Spender/innen verdient.

Wirtschaftstreuhänder/innen überprüfen dazu - anhand sehr umfassender, auf die Besonderheiten von NPO eingehender Grundsätze - die Aufbringung und Verwaltung von Spendenmitteln. Damit hat die Öffentlichkeit und der/die einzelne/r Spender/in Sicherheit, dass Spenden so verwendet werden, wie dies der/die Spender/in will.

 

Das Spendengütesiegel als System freiwilliger Selbstverpflichtung

Die Organisationen gehen damit eine Informationsverpflichtung gegenüber Spendern und der Öffentlichkeit ein. Der Verleihung des Spendengütesiegels geht eine Prüfung in sieben Bereichen voraus. Die Details sind in einem Kriterienkatalog festgelegt, der insgesamt 34 Punkte umfasst.

Darüber hinaus legt eine sogenannte Checkliste - als Hilfsmittel für den Wirtschaftstreuhänder bei der konkreten Prüfung - einen umfassenden Fragenkatalog fest. Diese Checkliste beinhaltet insgesamt über 150 Fragen, die jede NPO, die sich um das Spendengütesiegel bewirbt, beantworten muss.

Bei vielen dieser Fragen ist eine schriftliche Dokumentation erforderlich, und die NPO muss sehr sensible Bereiche gegenüber dem/der Prüfer/in offen legen. Falls eine NPO etwas zu verbergen hätte, wird sie es bei der geforderten Offenlegung dem/der Prüfer/in gegenüber nicht leicht haben: "Schwarze Schafe", so ein Grundsatz des Spendengütesiegels, disqualifizieren sich von selbst und werden sich deshalb gar nicht erst um das Spendengütesiegel bewerben.

Das System der Standards für Non Profit Organisationen erscheint umso bedeutender, als Spendenorganisationen immer mehr Aufgaben im Dienst der Allgemeinheit und der Gesellschaft wahrnehmen. Gerade in Zeiten, in denen sich der Staat zunehmend aus seiner (Finanzierungs)Verantwortung zurückzieht, werden NPO's immer wichtiger.

Offizielle Homepage

Erfahren Sie mehr über das österreichische Spendengütesiegel auf der Homepage www.osgs.at/