Alle Stimmen für deine Rechte

Wir fordern ein Recht auf Hilfe für über 18-Jährige!

Junge Menschen, die nicht bei ihren Eltern leben können, sind in Österreich einer massiven Ungleichbehandlung ausgesetzt:

An ihrem 18. Geburtstag verlieren sie den Rechtsanspruch auf Kinder- und Jugendhilfe. Das heißt sie müssen von einem Tag auf den anderen ihr Zuhause verlassen und per Gesetz selbständig sein!

Ob eine Hilfe auf 18plus verlängert wird, ist von einer Reihe oft schwer nachvollziehbarer Faktoren und dem guten Willen der einzelnen Bundesländer abhängig. Die momentane Regelung trifft ausgerechnet die, die wegen einer traumatischen Kindheit mehr Zeit zum Erwachsenwerden brauchen - und ein stabiles Zuhause. Daher fordern wir ein österreichweit einheitliches Recht auf Jugendhilfe bis 21. Wir fordern drei entscheidende Jahre zur Bewältigung traumatischer Erlebnisse und für einen guten Start ins Erwachsenenleben.

Gemeinsam können wir eine Änderung der Gesetzeslage erreichen.

Übergabe der Petition am 30. April 2015

Am 30. April 2015 übergaben Jugendliche gemeinsam mit VertreterInnen von SOS-Kinderdorf die Petition an Bundesministerin Sophie Karmasin.


Lisa, Daniela, Tina, Daniel und Christian Moser bei Bundesministerin Sophie Karmasin.
Lisa, Daniela, Tina und Daniel sprachen über ihre Erfahrungen und Schwierigkeiten beim Erwachsenwerden – und forderten die Ministerin gemeinsam mit SOS-Kinderdorf-Geschäftsführer Christian Moser dazu auf, sich für eine einheitliche, faire Regelung bei der Unterstützung von Jugendlichen über das 18. Lebensjahr hinaus einzusetzen. Die Ministerin hat uns versichert, sie werde sich bemühen, alle Bundesländer an einen Tisch zu bekommen um dieses wichtige Thema gemeinsam zu diskutieren. Wir kämpfen jedenfalls weiter – und halten euch auf dem Laufenden!

Wir fordern faire Chancen für junge Menschen, die von der Kinder- und Jugendhilfe abhängig sind! Ist es gerecht, dass ein junger Erwachsener die Wohngemeinschaft verlassen muss, in der er lebt, nur weil er 18 Jahre geworden ist? In Österreich gibt es keinen Rechtsanspruch auf Unterstützung durch die Kinder- und Jugendhilfe über das 18. Lebensjahr hinaus. Die Regelungen sind in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich, Verlängerungen der Unterstützung hängen von vielen willkürlichen Faktoren ab.

Das ist mehrfach unfair:
Gerade junge Menschen, die aufgrund von problematischen Lebenssituationen nicht bei ihren Eltern aufwachsen können, brauchen genug Zeit, um gut auf eigenen Füßen stehen zu können. Es ist unfair, weil junge Menschen generell länger bei ihren Eltern leben als noch vor 10 Jahren –sei es, weil sie noch in einer Ausbildung sind, sei es, weil sich viele eine eigene Wohnung nicht leisten können. Warum sollen dann gerade die Menschen, die es in ihrem Leben ohnehin schon schwer hatten, mit 18 Jahren aus ihrer vertrauten Umgebung ausziehen müssen? Deshalb braucht es einen österreichweiten einheitlichen Rechtsanspruch auf Jugendhilfe bis zum 21. Lebensjahr! Stimmen wir alle für eine faire Regelung – und für jeden jungen Erwachsenen, der Hilfe braucht!

Was bedeutet der drohende Verlust des Betreuungsplatzes für Betroffene? Ein Jugendlicher, der in einer Jugend-Wg von SOS-Kinderdorf lebt, im Porträt. Mehr erfahren ...

  • Das Fest

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    25 Jahre UN - Kinderrechtskonvention sind ein Grund zum Feiern!
    SOS-Kinderdorf lud zum großen Fest ins Chaya Fuera, Kandlgasse 19-21, Wien 7.

  • Alle Stimmen aktuell

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