SOS-Kinderdorf fordert einheitliches Jugendschutzgesetz

SOS-Kinderdorf-Geschäftsführer Christian Moser: "Appellieren an JugendlandesrätInnen, Diskussion um einheitliche Standards in Gang zu setzen – mit Beteiligung von jungen Menschen!"

Im Vorfeld des Treffens aller JugendlandesrätInnen in Krems am Freitag appelliert SOS-Kinderdorf an die Bundesländer, das Thema Jugendschutz nicht auf die Diskussion um ein Rauchverbot bis 18 Jahre zu beschränken.

"Worum es wirklich gehen sollte, ist die Frage: Weshalb haben junge Menschen in Vorarlberg nicht dieselben Rechte und Pflichten wie beispielsweise in Wien, warum gelten in Oberösterreich andere Bestimmungen als in der Steiermark?" Laut Moser ist es höchst an der Zeit, sich dieser Diskussion zu stellen – und junge Menschen daran zu beteiligen.
 
Was braucht ein Kind um heute glücklich aufwachsen zu können?

"MIT Jugendlichen sprechen"

Geschäftsführer Christian Moser: "Um hier zu sinnvollen und einheitlichen Lösungen zu kommen, sollten wir nicht nur ÜBER Jugendliche sprechen, sondern vor allem MIT ihnen".

So wie im Kinder- und Jugendhilfebereich setzt sich SOS-Kinderdorf auch beim Thema Jugendschutzgesetz für einheitliche Standards ein. Moser: "Schutz und Hilfe für Kinder und Jugendliche darf niemals eine Frage der Geografie sein."
 



SOS-Kinderdorf weist in diesem Zusammenhang auch auf den UN-Kinderrechteausschuss hin: Er kritisiert die unterschiedlichen Standards in Österreich regelmäßig und empfiehlt, die Bemühungen zur Harmonisierung der Jugendschutzgesetze aller Länder fortzusetzen und zu intensivieren.

Bei der Diskussion ums Rauchverbot bis 18 Jahre betont Moser, dass eine Verschärfung allein nicht zielführend sei. "Was es in erster Linie brauchtsind Prävention und Bewusstseinsarbeit."
 

Das könnte Sie auch interessieren

 

Advocacy - Kinder und Jugendrechte