Länderinformation über Aserbaidschan

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Landschaft


Die Landschaft Aserbaidschans weist große Gegensätze zwischen den hohen Gebirgszügen im Landesinneren und den Ebenen am Kaspischen Meer auf. Im Norden des Landes bildet der Große Kaukasus die Grenze zu Russland. Hier befindet sich auch der höchste Berg des Landes, der Bazar Dyusi mit 4.465 m. Im Südwesten des Landes liegt der Kleine Kaukasus. Zwischen diesen beiden Gebirgszügen fließen die Flüsse Kura und Araks, nach denen das Tal benannt ist.


Fauna/Flora


In Aserbaidschan sind über 4000 verschiedene Pflanzenarten beheimatet, davon 200 endemische Arten. Häufige Baumarten sind Eiche, Buche und Kastanie, die besonders in den Gebirgstälern zu finden sind. Diese Wälder bieten Bären, Rothirschen, Luchsen und Wildschweinen geeigneten Lebensraum.
 
In den wüsten- und steppenähnlichen Ebenen kommen zahlreiche Reptilienarten vor, in den Küstenebenen leben vereinzelt Gazellen und Tiger. Die noch nicht mit Industrieabwässern belasteten Teile des Kaspischen Meeres sind die Heimat der letzten bedeutenden Störpopulationen weltweit.

Politik/Geschichte


In frühen Jahrhunderten war das heutige Aserbaidschan ein Durchzugsgebiet verschiedener Völker und wurde oft zum Schlachtfeld. Zwischen dem 9. und 1. Jahrhundert vor Christus war die Region von Medern, Persern, Mazedoniern und Römern besetzt; nach dem Zerfall des Römischen Reiches fiel das Land im 5. Jahrhundert nach Christus zur Gänze an Persien und gelangte in weiterer Folge unter wechselnde Herrschaftseinflüsse. So beherrschten die Araber das Land vom 7. bis zum 11. Jahrhundert und brachten den Islam ins Land.

Die Türken regierten zwischen dem 11. und dem 13. Jahrhundert. Die Mongolen machten aus dem Land schließlich einen selbständigen Staat. Im 16. Jahrhundert fiel Aserbaidschan wieder an die Perser, und ab dem 18. Jahrhundert wurde die Region zum Zankapfel zwischen Persern, Türken und Russen. Die Konflikte endeten im 19. Jahrhundert, als 1813 und 1828 zwei Friedensverträge geschlossen und das Land in einen nördlichen, russischen Teil und einen südlichen, persischen Teil gespalten wurde.

Anfang des 20. Jahrhunderts begann sich das aserbaidschanische Nationalbewusstsein zu entwickeln, und 1918 erlangte das Land nach jahrelangem Streben schließlich die Unabhängigkeit. 1922 wurde die Sozialistische Republik Aserbaidschan ausgerufen und in die Transkaukasische Föderative Sozialistische Sowjetrepublik eingegliedert.

1936 löste sich die Transkaukasische Föderation auf, und Aserbaidschan wurde wieder zur eigenständigen Sozialistischen Sowjetrepublik. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Russifizierung vorangetrieben, was zur Erstarkung des Nationalgefühls beitrug. 1960 forderte Armenien die Rückgabe Berg-Karabachs von Aserbaidschan, und es kam zu heftigen Zusammenstößen.

In den folgenden 20 Jahren wuchs die Unzufriedenheit innerhalb der Bevölkerung, und 1988 sprach sich schließlich die armenische Minderheit Aserbaidschans in einer Volksbefragung im Zuge des Reformprozesses unter Gorbatschow für die Wiedervereinigung mit Armenien aus, was durch die sowjetische Regierung mit aller Härte unterdrückt wurde.

1989 erklärte Aserbaidschan seine Unabhängigkeit innerhalb der Sowjetunion, wodurch die Spannungen mit Armenien verschärft wurden. 1991 anerkannte die Sowjetunion den unabhängigen Staat, und im selben Jahr fanden Präsidentenwahlen statt, aus denen Ayaz Mutalibow, der zuvor an der Spitze der kommunistischen Partei gestanden war, siegreich hervorging. Ende 1991 erklärten die Armenier Berg-Karabachs ihre Unabhängigkeit. Kurz darauf brach ein bewaffneter Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan aus, was den Präsidenten im folgenden Jahr zum Rücktritt zwang. 1994 wurde ein Waffenstillstand vereinbart, es wurde jedoch trotz Friedengesprächen bisher keine Lösung gefunden.


Ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis ca. 1970 waren die natürlichen Rohstoffe der einzige Wirtschaftsfaktor im Land. 1970 begann die Diversifizierung der Wirtschaft und damit eine zunehmende Entwicklung unter anderem der Landwirtschaft, der chemischen Industrie sowie der Elektro- und der Leichtindustrie.
 
Diese Entwicklung wurde zwischen 1991 und 1994 durch den Krieg mit Armenien gehemmt und die Umsetzung jeglicher wirtschaftlicher Reform verhindert. Ab 1995 konnten der Wirtschaft mit einer neuen Steuer- und Währungspolitik frische Impulse verliehen werden. 2003 betrug die Inflationsrate 3%, während die Arbeitslosigkeit bei 10% lag.



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