SOS-Kinderdorf La Ceiba

La Ceiba wurde 1984 als viertes SOS-Kinderdorf in Honduras er√∂ffnet. In einem der √§rmsten L√§nder Lateinamerikas leben Zehntausende Waisen und verlassene Kinder unter √§u√üerst prek√§ren Bedingungen. H√§ufig wird ihre Kindheit von Armut, Gewalt und Missbrauch √ľberschattet.

In diesem karibischen Paradies ist die Kinderarmut weit verbreitet

Die Kinder tanzen und haben Spaß in ihrer SOS-Familie. (Foto: SOS-Archiv)La Ceiba liegt an der

La Ceiba liegt an der Karibikk√ľste von Honduras und gilt als drittwichtigste Stadt des Landes. Fast 40 Prozent der Bev√∂lkerung in Honduras sind Kinder unter 15 Jahren. Trotz der sch√∂nen wei√üen Sandstr√§nde ist La Ceiba eine Stadt voller Kontraste. Viele Kinder leben in unvorstellbarer Armut. Mangelern√§hrung, eine schlechte Infrastruktur, hohe Kindersterblichkeit und brutale Gewalt durch Stra√üengangs geh√∂ren zum t√§glichen Leben. Ein hoher Prozentsatz der 150 000 Kinder ohne elterliche F√ľrsorge in Honduras lebt in La Ceiba.

Auf der Suche nach Arbeit und in der Hoffnung auf ein besseres Leben ziehen Kinder aus den Kleinst√§dten der l√§ndlichen Regionen in die gr√∂√üeren St√§dte. Viele landen auf dem informellen Sektor, betteln, verkaufen Kleinwaren oder arbeiten als Schuhputzer. An der Karibikk√ľste von Honduras werden viele Kinder Opfer von Missbrauch und Vernachl√§ssigung, wenn ihre Familien in schwierigen sozio√∂konomischen Verh√§ltnissen leben. Aufgrund der chronischen Armut steigt die Rate der Kinderprostitution, vor allem im Norden des Landes. Auch die Kinderarbeit ist in La Ceiba ein weit verbreitetes Ph√§nomen. Viele der Kinder, die arbeiten m√ľssen, k√∂nnen nicht zur Schule gehen. Ohne Bildung haben sie kaum Chancen, den Armutszyklus zu durchbrechen. Durch seine Lage an der karibischen K√ľste wird La Ceiba h√§ufig von Naturkatastrophen, besonders Hurrikanen und heftigen Regenf√§llen, die zu √úberflutungen f√ľhren, heimgesucht. Dadurch wird die Lage f√ľr die √§rmsten Teile der Bev√∂lkerung von La Ceiba weiter verschlimmert.

Langfristige Unterst√ľtzung f√ľr Kinder und Jugendliche

Die honduranische Regierung hat eine Reihe von Projekten ins Leben gerufen, um notleidenden Kindern im Land zu helfen, aber der Bedarf an langfristiger alternativer Betreuung ist nach wie vor sehr gro√ü. Mehr als 150 000 Kinder wachsen in Honduras ohne elterliche F√ľrsorge auf. Viele von ihnen haben keine andere M√∂glichkeit, als auf der Stra√üe zu arbeiten, um etwas Geld zum √úberleben aufzutreiben. Sie leben in menschenunw√ľrdigen Behausungen, leiden an mangelnder Bildung und Unterern√§hrung. SOS-Kinderdorf hat seine Bem√ľhungen in Honduras verst√§rkt, um den schw√§chsten Gliedern der Gesellschaft von Honduras Schutz und Unterst√ľtzung zu bieten.

Unsere Arbeit in La Ceiba

Die Kinder in unserer Obhut sind aufgefordert, zusammen Spaß zu haben. (Foto: SOS-Archiv)

Das SOS-Kinderdorf La Ceiba setzt sich seit Mitte der 1980er Jahre f√ľr Kinder und Jugendliche in der Region ein. Das SOS-Kinderdorf La Ceiba umfasst 16 SOS-Familien, in denen bis zu 119 Kinder betreut werden k√∂nnen. Daneben bieten wir medizinische Versorgung und f√∂rdern Bildungsma√ünahmen. Kinder aus La Ceiba und Umgebung, deren Eltern nicht l√§nger f√ľr sie sorgen k√∂nnen, finden in den SOS-Familien ein liebevolles Zuhause.

Wenn sie zu Jugendlichen heranwachsen, k√∂nnen sie am SOS-Jugendprogramm teilnehmen, in dem sie sich unter der Aufsicht unserer qualifizierten JugendberaterInnen auf ein Leben in Unabh√§ngigkeit vorbereiten k√∂nnen. Mit ihrer Unterst√ľtzung k√∂nnen sie realistische Zukunftsperspektiven entwickeln, lernen Verantwortung zu √ľbernehmen und zunehmend eigene Entscheidungen zu treffen.

 

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