SOS-Kinderdorf Tahoua

Im d√ľrregeplagten Niger k√∂nnen tausende Familien ihre Kinder nicht ausreichend ern√§hren. Alleinerziehenden M√ľttern fehlt es h√§ufig an Unterst√ľtzung, und es ist keine Seltenheit, dass ganze Familien tagelang hungern m√ľssen. Die Verteilung von Reis, Hirse, √Ėl und Milch rettet in Tahoua zahlreiche Menschenleben.

H√§ufige D√ľrren gef√§hrden das Leben von Millionen Menschen

Kinder in unserer Obhut spielen zusammen  (Foto: SOS-Archiv.)
Kinder in unserer Obhut spielen zusammen (Foto: SOS-Archiv.)

Die gesamte Sahelzone leidet unter h√§ufigen D√ľrren und Missernten sowie steigenden Nahrungsmittelpreisen. Der Niger geh√∂rt zu den am st√§rksten betroffenen L√§ndern. Im Jahr 2005 starben aufgrund der Nahrungsmittelknappheit unz√§hlige Kinder an Unterern√§hrung; 2008 und 2009 kam es erneut zu schweren D√ľrren, und 2012 drohte eine weitere Hungerkatastrophe. 13 Millionen Menschen waren in der Sahelzone auf Nahrungsmittelsoforthilfe angewiesen. Allein im Niger haben 5,5 Millionen Menschen keine gesicherte Ern√§hrungsgrundlage.

Nach Angaben der Vereinten Nationen belaufen sich die Kosten der Vermeidung von Unterern√§hrung in guten Zeiten auf etwa einen US-Dollar pro Tag und Kind und sind damit wesentlich g√ľnstiger als die Kosten einer Soforthilfe, die bei 80 US-Dollar pro Tag und Kind liegen. Pr√§vention ist daher nicht nur wichtig, um Leben zu retten und die Folgen der Mangelern√§hrung zu vermeiden, sondern auch die wesentlich kosteng√ľnstigere L√∂sung.

W√§hrend die Soforthilfe zur Linderung von Hungersn√∂ten, zur Erkennung und Behandlung von Mangelern√§hrung und zur Rettung von Menschenleben unerl√§sslich ist, m√ľssen weitere Anstrengungen unternommen werden, um die Ern√§hrungsgrundlage der Bev√∂lkerung angesichts der wiederkehrenden D√ľrren langfristig zu sichern. Die V√∂lkergemeinschaft hofft, durch die Einf√ľhrung von Fr√ľhwarnsystemen schneller reagieren zu k√∂nnen. F√ľr langfristige Verbesserungen sind die betroffenen L√§nder auf Unterst√ľtzung angewiesen, damit sie landwirtschaftliche F√∂rderprogramme und eine nachhaltige Lebensmittelproduktion umsetzen k√∂nnen. Eltern brauchen mehr Wissen √ľber Ern√§hrungsmethoden. In der gesamten Bev√∂lkerung herrscht dringender Bedarf an medizinischer Versorgung, Wasser und sanit√§ren Einrichtungen.

Soforthilfe und langfristige strukturelle Verbesserungen

SOS-Kinderdorf ist seit 2008 in Tahoua t√§tig, um die Not der Bev√∂lkerung zu lindern. Im Jahr 2010 wurden im Rahmen der Soforthilfe √ľber 10 000 Opfer der Hungerkatastrophe versorgt. Wir verteilten Nahrungsmittelpakete, leisteten medizinische Betreuung und organisierten Informationskampagnen und Schulungen √ľber die Behandlung der h√§ufigsten Folgeerkrankungen von Mangelern√§hrung.

Um die Ern√§hrungsgrundlage der D√∂rfer langfristig zu sichern, errichteten wir Getreidebanken zur effizienten Lagerung von Lebensmitteln. Ma√ünahmen zur Bek√§mpfung der Bodenerosion, Wasseraufbereitungsanlagen und der Einsatz von schnellwachsenden Saaten k√∂nnten zur Vermeidung zuk√ľnftiger Hungerkatastrophen beitragen.

Unsere Arbeit in Tahoua

Mutter aus der lokalen Gemeinde kann jetzt mit unserer Hilfe ihre Kinder ernähren (Foto: SOS-Archiv)
Mutter aus der lokalen Gemeinde kann jetzt mit unserer Hilfe ihre Kinder ernähren (Foto: SOS-Archiv)

Die SOS-Sozialzentren leisten einen wichtigen Beitrag zu unserer Arbeit. Gemeinsam mit lokalen Beh√∂rden und anderen Organisationen unterst√ľtzen wir Gemeinden und Familien, damit sie ihre Kinder ausreichend versorgen und besch√ľtzen k√∂nnen. Unsere Sozialzentren in Tahoua leiten ein Familienst√§rkungsprogramm f√ľr gef√§hrdete Familien. Wir helfen Menschen, die an Tuberkulose, Malaria und HIV/AIDS erkrankt sind, leisten medizinische Betreuung und f√ľhren Beratungen und Aufkl√§rungskampagnen durch. Etwa 500 Kinder und ihre Familien z√§hlen derzeit zu den Beg√ľnstigten des Programms.

Dar√ľber hinaus werden im SOS-medizinischen Zentrum Tahoua j√§hrlich 2000 Patienten behandelt. Kinder erhalten Zugang zu Bildung, Nahrung und medizinischer Grundversorgung, damit ihre gesunde Entwicklung gew√§hrleistet ist. Das medizinische Zentrum behandelt Menschen aus der Gemeinde, die sich sonst keine Behandlung leisten k√∂nnten.

Bis zu 120 Kinder aus der Region, die nicht l√§nger bei ihren Familien leben k√∂nnen, finden in zw√∂lf SOS-Familien ein liebevolles Zuhause. Hier werden sie gemeinsam mit ihren Geschwistern von SOS-M√ľttern f√ľrsorglich betreut.

Die Kinder besuchen den SOS-Kindergarten zusammen mit den Kindern aus der Gemeinde und sind daher bereits in jungen Jahren gut in ihre Umgebung integriert. Etwa 210 Sch√ľlerInnen aus dem Kinderdorf und der Gemeinde werden in der SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule unterrichtet.
 

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