Schülerwohnen Graz

Evaluationsforschungsprojekt zum „Schülerwohnen Graz mit familientherapeutischer Begleitung“ (2009 - 2011)


Das Evaluationsforschungsprojekt zum „Schülerwohnen Graz mit familientherapeutischer Begleitung“ stellt die Perspektive von Familien mit ehemals fremduntergebrachten Jugendlichen in den Mittelpunkt seines Interesses.

Schülerwohnen Graz (SWG) ist ein Familienstärkendes Fremdunterbringungsangebot von SOS-Kinderdorf Steiermark, das im Auftrag der Steirischen Kinder- und Jugendhilfe seit seiner Eröffnung 2000 mit dem primären Ziel Rückführung ins Herkunftssystem arbeitet. Sollte diese Rückführung nicht realisierbar sein, ist auch eine längerfristige Betreuung möglich. 2005 wurde die Zusammenarbeit mit dem Herkunftssystem auf innovative und anspruchsvolle konzeptionelle Beine gestellt. Ein wesentliches Charakteristikum dabei ist eine verordnete, familientherapeutische Begleitung des Herkunftssystems im Angebot.

Nach den ersten Erfahrungen mit dem veränderten Konzept wollte die SWG von ehemals betreuten und begleiteten Familien wissen, wie sie die Arbeit der SWG im Kooperationsmodell ‚Sozialpädagogik – Familientherapie – (Jugendamts)Sozialarbeit‘ erlebt hatten. Diejenigen, in deren Leben sich etwas verändern sollte, rekonstruierten im Forschungsprojekt, was ihnen aus ihrer Perspektive im Rahmen einer familienstärkenden Fremdunterbringung geholfen hat und was für sie schwierig war. Die Ergebnisse dienen zur Reflexion und zur Weiterentwicklung der Arbeit der SWG.

Das Forschungsprojekt wurde vom SPI 2009/2010 unter Beteiligung der SWG und eines Beirates sowie wissenschaftlich begleitet von Arno Heimgartner (Universität Graz) durchgeführt. Der Ergebnisbericht erschien 2011. Er beinhaltet Eckdaten aus der Aktenanalyse zu den Familien, deren Betreuung nach dem 2005er-Konzept im Herbst 2010 bereits beendet war.

"Wenn i mich änder, hilft des sicher nicht soviel, als wenn sich alle ändern"
Die zentralen Ergebnisse des Evaluationsforschungsprojektes beziehen sich auf Gespräche mit Familien. In qualitativen, teilstandardisierten Interviews, die mit egozentrierten Netzwerkkarten und einer Freiwilligkeit-Zwangs-Skala kombiniert wurden, beschrieben (Stief)ElternTeile und Jugendliche aus heutiger Sicht, was für sie im Rahmen
  • der Fremdunterbringung,
  • der sozialpädagogischen Elternarbeit,
  • der verpflichtenden familientherapeutischen Begleitung
  • und der Zusammenarbeit aller Beteiligten
unterstützend und was belastend war.
Aufgrund des konzeptionell verankerten Zwangskontextes widmete sich zudem ein Focus des SWG-Evaluationsforschungsprojektes der Frage, ob und wie die Beteiligten diesen Zwangskontext erlebt hatten. Unter welchen Voraussetzungen konnten sich in diesem Kontext kooperative Arbeitsbeziehungen zwischen Fachkräften und AdressatInnen entwickeln und welche kritischen Aspekte beinhaltet dieser Zugang?

Die zentralen Ergebnisse der SWG-Studie können Sie hier nachlesen.


Details zu den wirkmächtigen Faktoren sowie dahinterliegende differenziertere Ergebnisse der Auswertungen zu Unterstützendem und Belastendem im Rahmen der Fremdunterbringung, der familientherapeutischen Begleitung, der sozialpädagogischen Elternarbeit und der Zusammenarbeit aller Beteiligten finden Sie im Endbericht.

 

Kontakt und Information:

Forschung und Entwicklung
Fachbereich Pädagogik / SOS-Kinderdorf
Stafflerstraße 10a, 6020 Innsbruck
DSA Mag.a Christina Lienhart
Tel.: 0512/5918-413
christina.lienhart@sos-kinderdorf.at

 
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