SOS-School-Beaming

Nie wieder Schule!" sagen immer mehr Jugendliche und verweigern den Schulbesuch. Das Projekt "SOS-School-Beaming" versucht die Schülerinnen und Schüler wieder in den Schulalltag zu integrieren - Ziel ist der Pflichtschulabschluss.
Die Gründe, warum Kinder und Jugendliche nicht mehr in die Schule gehen, sind vielschichtig. Von der klassischen Schul- und Versagensangst bis hin zu traumatischen Erfahrungen und der Vermeidung von Überforderungssituationen, in denen die Schülerinnen und Schüler wiederholt bestätigt bekommen, dass "sie eh zu dumm für alles sind".

"Sie werden käsebleich und erstarren"

Die Schule ist ein Ort der Freude – und zugleich Quelle der Angst. Wirksame Hilfe für Schülerinnen und Schüler ist unverzichtbar!"Die Reaktionen der Jugendlichen sind sehr unterschiedlich", berichtet Wolfram Pernjak, Leiter des Burschenwohnens in Graz, dem das Projekt "SOS-School-Beaming" zugeordnet ist. Es gibt Jugendliche, die sperren sich auf der Toilette ein, damit sie nicht zur Schule müssen. Andere sind schweißgebadet, sobald wir in die Nähe des Schulgebäudes kommen, oder wie festgefroren. Wer es in der Anfangszeit nicht in die Schule schafft, bekommt den Unterricht in der Wohngruppe. Dann beginnen wir langsam, sie wieder an die Schule zu gewöhnen. Das bedeutet, wir umkreisen zum Beispiel die erste Woche das Schulgebäude, in der zweiten Woche gehen wir hinein und wieder hinaus, einfach bis die Jugendlichen so weit sind, wieder in die Klasse zu gehen. Sollten während des Unterrichts Probleme auftauchen, wissen die Lehrerinnen und Lehrer, dass ein Anruf genügt und wir sind sofort an Ort und Stelle. Das gibt allen ein sicheres Gefühl.

SOS-School-Beaming im Überblick

Das Team betreut bis zu acht Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter, die in der Schule massiv durch ihr Verhalten auffallen. Ziel ist der positive Pflichtschulabschluss."Das Team von "SOS-School-Beaming“ versteht sich als Bindeglied zwischen den jungen Menschen und der Schule, der Schulsozialarbeit und Schulpsychologen sowie den Eltern. Ziel ist ein normale Schulalltag und damit ein erfolgreicher Pflichtschulabschluss. "Unser Projekt gibt es seit eineinhalb Jahren und wir haben einige schöne Erfolge", freut sich Wolfram Pernjak "aber bei allen schaffen wir es nicht - leider."