Nothilfe für Ostafrika

Am schlimmsten ist die Situation in weiten Teilen Somalias. Dort sind die Menschen nicht nur von Hunger und Dürre bedroht, sondern auch von den nicht enden wollenden Kriegszuständen.

Kinder in Camps fast alle unterernährt

Ein SOS-Team, angeführt von Ahmed Ibrahim, dem Leiter von SOS-Kindedorf in Somalia, besuchte das Darkenley-Camp in der Nähe von Mogadischu. "Die meisten Kinder und älteren Menschen sind unterernährt", so Ahmed Ibrahim. Es gibt nur eine kleine medizinische Station, die kaum Medikamente hat und deshalb kranke Kinder abweisen muss. An einer einzigen Ausspeisungsstelle gibt es etwas anderes als Trockennahrung. "Kinder, Frauen und Männer stehen gemeinsam an und bekommen alle das Gleiche: Reis," schildert Ahmed die dramatischen Zustände im Camp. Viele der Familien kommen aus Gebieten, die in den vergangenen zwei Jahren wegen des Krieges nicht zugänglich waren, weshalb viele Kinder nicht geimpft sind. Es droht der Ausbruch einer Masernepidemie, dazu kommen Durchfall, Atemwegserkrankungen, Malaria und Hautkrankheiten. Die Unterkünfte bestehen teilweise nur aus Plastikplanen, manche Familien haben nicht einmal das.

Hilfsaktionen in Mogadischu

SOS-Kinderdorf plant, in der SOS-Klinik ein Therapie-und Ernährungszentrum für unterernährte Kindern einzurichten und eine mobile Klinik und ein Impfzentrum im Dharkenley-Camp. Medizinische Notfälle können in der SOS-Klinik behandelt werden. Familien werden mit Nahrungsmitteln unterstützt, allerdings nicht durch direkte Verteilung von Trockenrationen, sondern mit Lebensmittelkarten für warme Mahlzeiten. Ferner wird an Kinder in den Camps Spielmaterial verteilt.