Witnowati: "Alles für die Kinder" 

Bei der Hebamme Witnowati in Lembang, Indonesien, suchen 50 bis 80 Frauen täglich Rat und Hilfe. Angefangen hat die gelernte Krankenschwester vor 12 Jahren in einer angemieteten Garage, aufgewachsen ist sie im SOS-Kinderdorf Lembang.

Witnowati schämt sich ihrer Herkunft nicht. Als Bauernkind in ärmsten Verhältnissen geboren, die Eltern vom täglichen Kampf ums Überleben und der Hoffnungslosigkeit überfordert, kam sie 1975 in das SOS-Kinderdorf Lembang. Suryanigsih wurde ihre neue Mutter. Sie erzog sie und ihre SOS-Geschwister mit viel Liebe und Verständnis. In ihrem neuen Zuhause, behütet und geborgen, vergaß sie aber nie die Armut und die Verzweiflung, die sie hinter sich ließ. Witnowati besuchte eine Krankenpflegeschule. Mit Unterstützung ihres Mannes konnte sie mit 27 Jahren ihre erste Hebammenpraxis einrichten, eine einfache Garage in Lembang, daraus ist mittlerweile ein Hebammenzentrum geworden. Derzeit arbeiten drei Angestellte und eine weitere Hebamme dort.

Für ihre Leistungen und ihr Engagement wurde Witnowati im Jahr 2006 mit dem Hermann-Gmeiner-Preis ausgezeichnet. Präsident Helmut Kutin: "Witnowati bringt mit den Frauen und den Neugeborenen, die sie unterstützt, Licht in die Welt. Es imponiert mir, dass Witnowati nach wie vor mit ihrer Familie in einer bescheidenen Holzhütte hinter der Praxis lebt, alle Mittel fließen in ihr Zentrum."

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